Baden
Hochhaus wird das neue Wahrzeichen von Baden Nord

Die hohen Baugespanne lassen es von weit her erahnen: Das Gebiet Baden Nord erfährt einen weiteren Entwicklungsschub, und dieser geht auch tüchtig in die Höhe, exakt auf 65 Meter. Sondernutzungsplanung und Baugesuch liegen öffentlich auf.

Roman Huber
Drucken
Teilen
Sobald die Baubewilligung für das Hochhaus Ost vorliegt, wird die ABB Immobilien AG die Investorensuche intensivieren.Alex Spichale

Sobald die Baubewilligung für das Hochhaus Ost vorliegt, wird die ABB Immobilien AG die Investorensuche intensivieren.Alex Spichale

Alex Spichale

Kurze Zeit, nachdem der Bau des Trafo-Hotels (31 Meter) bewilligt worden ist, liegt nun das Baugesuch für das geplante Hochhaus Ost am östlichen Rand des ABB-Areals auf. Gleichzeitig sind die Pläne für das neue Parkhaus Brown-Boveri-Platz eingereicht worden.

Alles voneinander abhängig

Der nächste Schritt in der gesamten Umnutzung des ehemaligen Industrieareals der ABB ist sehr komplex und weist viele Abhängigkeiten auf. So möchte die ABB Immobilien AG möglichst bald die Verenaäcker (Gebiet östlich der Bahnlinie) verkaufen und dort eine grosse Wohnüberbauung ermöglichen. Bevor sie dies tun kann, benötigt die ABB jedoch ein Parkhaus, weil auf den Verenaäckern rund 250 Parkplätze wegfallen werden. Zudem braucht es Raum für gegen 700 Arbeitsplätze, die von der Römerstrasse und den Verenaäckern in das Bürohochhaus Ost verlagert werden sollen.

Die ABB Immobilien AG hat sowohl für die Wohnüberbauung Verenaäcker als auch für das Hochhaus Ost die Projektentwicklung übernommen. Die Realisierung wird dann aber Investoren überlassen. Beim Hochhaus spricht man von einer Investitionssumme von gegen 60 Millionen Franken, beim Parkhaus Brown-Boveri-Platz von 26 Millionen. «Wir sind froh darüber, dass die ABB Immobilien AG die Projektentwicklung zügig an die Hand genommen hat, so können wir bald mit der Realisierung rechnen», erklärt Stadtammann Stephan Attiger.

Für die Stadt geht es um den Wohnanteil in diesem Gebiet und um die Neugestaltung der Freiräume, hier im konkreten Fall um diejenige des Brown-Boveri-Platzes. Ausserdem soll sich Baden Nord zu einem attraktiven, gemischt genutzten Stadtquartier entwickeln.

Qualität auf der ganzen Breite

Parallel zu den Baugesuchen liegt die Sondernutzungsplanung (Gestaltungs-, Erschliessungsplan und Sondernutzungsvorschriften) für dieses Teilgebiet auf. Sie bildet die Grundlage für sämtliche bauliche Veränderungen, die man künftig realisieren will. Mit der gleichzeitigen Auflage wird das Verfahren beschleunigt, ohne dass die rechtlichen Möglichkeiten allfällig Betroffener (z. B. Anwohner) eingeschränkt werden.

Die Metron AG als prüfendes Planungsbüro stellt der Sondernutzungsplanung ein gutes Zeugnis aus. Sie trage zur haushälterischen Nutzung des Bodens bei, indem sie ein innerstädtisches, gut erschlossenes Gebiet verdichte und qualitätsvoll weiterentwickle. Die Hochhäuser Ost und Nord (dieses folgt später) ermöglichen zudem die Wohnnutzung auf den Verenaäckern. Die Anliegen des öffentlichen sowie des Langsamverkehrs werden laut Metron berücksichtigt. Bei der Ansiedlung von Arbeitsplätzen wird ein Mobilitätskonzept vorgeschrieben, sodass das übergeordnete Strassennetz nicht zusätzlich belastet wird. Grundlage der Sondernutzungsplanung sind nebst dem Entwicklungsrichtplan die übergeordneten Gesetzgebungen.

Aktuelle Nachrichten