Baden
Hochhäuser am Martinsberg: Wohnen bis zu 42 Meter über Boden

Bis im Frühjahr 2015 entstehen am Martinsberg in Baden zwei zwölfstöckige Hochhäuser mit insgesamt 90 Wohnungen. Diese richten sich an «ein Publikum mit gehobenen Ansprüchen». Der Grundstein ist nun gelegt, die Bauarbeiten können beginnen.

Manuel Bühlmann
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Grundsteinlegung für die Hochhäuser am Martinsberg im Schneegestöber (v.l.): Reto von Rotz, Bauherrenvertreter, Markstein AG,Bruno Schweinzer und Alex Krauz von der Bauherrin Avadis Anlagestiftung sowie Daniel Krieg, Burkard Meyer Architekten. Foto: Annika Bütschi

Grundsteinlegung für die Hochhäuser am Martinsberg im Schneegestöber (v.l.): Reto von Rotz, Bauherrenvertreter, Markstein AG,Bruno Schweinzer und Alex Krauz von der Bauherrin Avadis Anlagestiftung sowie Daniel Krieg, Burkard Meyer Architekten. Foto: Annika Bütschi

Annika Buetschi / az

Ein eisiger Wind pfiff den Gästen um die Ohren an der Grundsteinlegung für die beiden Hochhäuser am Badener Martinsberg. Alex Kauz erlebte denn auch im Schneegestöber eine Premiere: Bei Minustemperaturen und Schneefall habe er noch nie einen Start von Rohbauarbeiten erlebt, sagte der Projektverantwortliche der Bauherrin Avadis Anlagestiftung.

Das garstige Winterwetter vermochte jedoch nichts daran zu ändern, dass die Vertreter aller beteiligten Firmen den Grundstein – in Form einer Holzschachtel – unter die Bodenplatte legten.

Dass die mit Plänen, Fotos, Dokumenten und einem Sackmesser gefüllte Schachtel überhaupt im Boden versenkt werden konnte, ist den Bauarbeitern zu verdanken, die bereits seit November mit Aushub und Pfählung beschäftigt sind. «Eindrücklich» nannte Krauz deren Einsatz trotz der winterlichen Witterung.

Bis im April 2015 sollen die beiden zwölfstöckigen Hochhäuser fertig sein, in welche die Avadis rund 50 Millionen Franken investiert. 90 Wohnungen sind gleichmässig auf beide Gebäude verteilt. Die Hälfte davon mit 3.5-Zimmern, die restlichen mit 2.5- und 4.5-Zimmern. «Die Wohnungen richten sich an ein Publikum mit gehobenen Ansprüchen», sagt Reto von Rotz von der Markstein AG, als Bauherrenvertreter der Avadis. Im Erdgeschoss eines der Häuser wird ein Teil der benachbarten Kinderkrippe untergebracht.

Die Türme stehen leicht versetzt zueinander und sind nur unterirdisch durch eine gemeinsame Tiefgarage verbunden. Durch das Bauen in die Höhe soll rund um die Hochhäuser genügend Platz für Bäume und Grünfläche bleiben. Dies auch im Hinblick auf die Vergangenheit des Martinsberg-Gebiets: Daniel Krieg, von Burkard Meyer Architekten aus Baden, erinnerte in seiner Ansprache an den Park, der früher am heutigen Bauplatz erblühte.

«Auf einem Plan von 1914 lässt sich eine barockartige Parkanlage erkennen.» Diese habe zum Herrschaftshaus aus dem frühen 19. Jahrhundert gehört, das heute noch steht und zurzeit renoviert wird. «Unsere Idee ist es, hohe Häuser in den Park zu stellen», sagte Krieg.

Die obersten Wohnungen werden sich 42 Meter oder zwölf Stockwerke über dem Badener Boden befinden. Gemäss Thomas Wernli, Projektverantwortlicher der Burkard Meyer Architekten, kann aber dennoch nach herkömmlicher Methode vorgegangen werden. «Die Höhe erlaubt es gerade noch, nach konventioneller Bauweise, das heisst, mit einem äusseren Gerüst zu bauen.»

Die Anlagestiftung Avadis als Bauherrin erwarb das Grundstück 2009 von der ABB. Den Wettbewerb, der ein Jahr später folgte, gewann das Projekt «Bel Étage», der Badener Burkard Meyer Architekten.