Baden
Hochhäuser sollen auch möglich sein

Die revidierte Bau- und Nutzungsordnung (BNO) weist zahlreiche interessante Änderungen auf. So soll die Möglichkeit bestehen, im Zentrum verdichtet zu bauen - einige Zonen sind für Hochhäuser bestimmt. Aussenquartiere sollen durchgrünt bleiben.

Roman Huber
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Der Trend «Wohnen in der Stadt» hält an. Entsprechend gross ist der Siedlungsdruck, auf die Stadt Baden. Sie soll sich bei der geschrumpften Baulandreserve und den entsprechend beschränkten Möglichkeiten gezielt und sorgfältig entwickeln. Stadtammann Stephan Attiger spricht von Wachstum mit Qualität. Dem will die revidierte Bau- und Nutzungsordnung (BNO) Rechnung tragen. Ausserdem ist auch die BNO im Bädergebiet teilrevidiert worden. Die Teilrevisionen werden nun zur Mitwirkung öffentlich aufgelegt.

Viele Probleme angegangen

Unter dem Titel «Baden ist. Zukunft» ist dieser Tage eine Informationsbroschüre über die Teilrevisionen der BNO in alle Haushaltungen der Stadt geflattert. Was auf den ersten Blick nach trockener Paragrafen-Materie aussieht, entpuppt sich beim genauen Hinsehen als interessantes Papier, das viel über die künftige Stadtentwicklung aussagt. «Mit dieser BNO-Revision haben wir zahlreiche Probleme gelöst, die sich in den vergangenen Jahren aufgestaut und gestellt haben», erklärt Stadtammann Stephan Attiger.

Damit habe sich die Stadt auch dem Dilemma von Wachstum einerseits und Qualität andererseits gestellt. «Wir haben nach wie vor Möglichkeiten, im Zentrum zu verdichten», erklärt Attiger. Im Zuge des sorgfältigen Umgangs mit dem Boden definiert die revidierte BNO gezielt Areale, wo auch Hochhäuser entstehen können.

Wegfall Ausnutzungsziffer korrigiert

Bei der letzten grossen Revision vor 10 Jahren fiel die Ausnutzungsziffer weg. Das habe in Aussenquartieren zunehmend Problem gebracht, so Attiger. «Wir wollen aber im Meierhof, auf der Allmend, in Dättwil und in Rütihof den Charakter der durchgrünten Aussenquartiere wahren», begründet er die einzelnen BNO-Änderungen. Auch der Schutz von einzelnen prägenden Ensembles oder Einzelobjekten wurde erweitert.

Dann wird die revidierte BNO in diversen Punkten, so unter anderem bei den Baubegriffen an die neue kantonale Bauverordnung angepasst, die ab kommenden 1. September Gültigkeit hat.