Das Holzerfäscht macht schon beim Betreten des Festplatzes auf dem Schulhausareal seinem Namen alle Ehre: Es riecht nach frisch gehacktem Holz, feine Späne wirbeln durch die warme Luft, während auf dem Schulhausareal Dorffest-Stimmung aufkommt: Die Kinder rennen auf der Wiese vor dem grossen Festzelt freudig umher, und die Erwachsenen erkunden derweil, was es sonst noch zu entdecken gibt - und da haben die Organisatoren keine Mühen gescheut, um ihren Gästen ein vielfältiges Angebot zu präsentieren: Eine kleine Chilbi, Stände von lokalen Betrieben und selbst gemachte Köstlichkeiten, die für einen vollen Magen und gute Stimmung sorgen.

Im Mittelpunkt steht jedoch das Holz, das in Form von grossen Baumstämmen und Ästen im Zentrum des Festgeländes platziert wurde. Denn: Das Holzen hat in der Gemeinde Tradition: «Bergdietikon hat hier in der Umgebung - trotz seiner beachtlichen Fläche - die wenigsten Einwohner pro Quadratmeter und das liegt an den vielen Bäumen», erklärt Werner Weibel, einer von drei Gründervätern des Holzerfäschts. In den Vorjahren wurde das Holz im Rahmen einer Timber-Show in Szene gesetzt oder von Zimmermännern zu Knoten verarbeitet. Dieses Jahr punktet das OK-Team mit einer lauten «Waldmaschinen-Demo» beim Publikum. Dazu werden vor dem Festzelt grosse Holzhackmaschinen aufgestellt, die grosse Baumstämme innert Sekunden zu kleinen Spänen verarbeiteten.

Zwischen den Waldmaschinen-Demos und anderen Attraktionen besuchen viele Gäste das Zelt des Gastkantons Tessin, wo sie sich mit original Tessiner-Softgetränken und Spezialitäten wie Salami oder Käse aus dem südlichen Kanton verpflegen können.
Der Veranstalter, Werner Weibel, lobt das Engagement und die Mithilfe der Vereinsmitglieder: «Wir haben zusammen die Infrastruktur aufgestellt und den Barbetrieb organisiert. Durch das Holzerfäscht sind wir alle ein bisschen mehr zusammengewachsen», so der 69-Jährige, und das sei schliesslich von Anfang an die zündende Idee des Holzerfäschts gewesen.