Baden
Hoteldirektor macht Bodylotion aus Badener Thermalwasser

Hiesiges Thermalwasser eignet sich nicht nur zumBaden, sondern auch für Pflegeprodukte – wie Patrik Erne mit seiner Bodylotion beweist.

Manuel Bühlmann
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Der Badener Hotelier Patrik Erne (l.) zapft direkt aus der Limmatquelle 47 Grad warmes Thermalwasser. annika bütschi

Der Badener Hotelier Patrik Erne (l.) zapft direkt aus der Limmatquelle 47 Grad warmes Thermalwasser. annika bütschi

47 Grad heiss ist das Thermalwasser, das gleich neben dem Limmatufer aus der Quelle sprudelt. Patrik Erne versucht seine Hände nicht direkt unter das dampfende Wasser zu halten, während er neun Kanister füllt. 225 Liter sind es diesmal, die er in St. Gallen beim Kosmetikhersteller «Biokosma» zu 4000 Flaschen und 10000 Sachets Bodylotion verarbeiten lässt.

Eine Premiere an der Limmat

Zum ersten Mal zapft Erne direkt von der Quelle bei der Limmat. Bis anhin verwendete er das Thermalwasser des Badener Hotels Blume, wo er Hoteldirektor ist. Die Kosmetikprodukte sind für ihn ein Hobby, das er seit 2010 betreibt. Ein zeitaufwendiges allerdings, wie Patrik Erne sagt. Namensrechte mussten geklärt und eine Website erstellt werden, die es auf dem aktuellsten Stand zu halten gilt. Das Thermalwasser fährt er jeweils im Privatauto zum Produzenten ins sankt-gallische Ebnat Kappel. Ausserdem ist er auf der Suche nach weiteren Vertriebsmöglichkeiten. «Mit der Schliessung des Thermalbades habe ich den wichtigsten Abnehmer verloren», sagt Erne.

Die Idee, Kosmetikprodukte aus Thermalwasser herzustellen, trug er schon länger mit sich rum. Immerhin handle es sich beim Badener Thermalwasser, aus dem die Bodylotion Aqua Salus zu 60 Prozent bestehe, um das mineralreichste der Schweiz. Eine Firma, die sein Vorhaben umsetzen konnte, fand er aber erst durch Zufall. «In einem Hofladen habe ich Kosmetikprodukte aus Kürbissen gesehen.» So habe er einen Hersteller gefunden, erzählt Erne.

Inspiration für Namen und Logo bot ihm das eigene Hotel. Aqua Salus habe er dem Schriftzug auf einem Gemälde mit drei Engeln entnommen, das im Atrium des Hotels zu sehen ist, erzählt Erne. Und auch das Logo, das Thalia – die Muse des Schauspiels – zeigt, ist nicht zufällig gewählt: «Thalia war das erste von sechs an die Decke gemalten Medaillons, die bei der Restauration des Damensalons vor zwei Jahren zum Vorschein kamen.» Und so ziert die Muse aus der griechischen Mythologie die Kosmetikprodukte aus dem Badener Bäderquartier.