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Hotelier Eglin verzichtet vorerst auf den fünften Stern

«Limmathof Baden Hotel & Spa» erhielten dank exklusivem Wellnessangebot eine Top-Beurteilung des Hotelverbandes Hotellerie Suisse. Pulsgeber für den Aufbruch und Erfolgsgrund für den fünften Stern sei das «Private Spa», erklärt Werner Eglin.

Roman Huber
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Ganz überraschend kam die Beurteilung des Schweizer Hotelverbandes Hotellerie Suisse für den Badener Unternehmer und Hotelbesitzer Werner Eglin nicht. Bereits im Herbst 2011 deuteten die Auditoren an, dass man im «Hirschen» und im «Limmathof» die 600-Punkte-Grenze überschreiten werde. Das bedeutete zugleich den fünften Stern.

Mit «Private Spa» zum Erfolg

«Wir möchten uns vorerst auf ‹4 Stern Superior› beschränken», sagt Eglin. Natürlich sei man stolz und habe im Verwaltungsrat darüber diskutiert. Im Aargau ist einzig die «Seerose» in Meisterschwanden so hoch eingestuft. «Wir wollen beim Gast nicht zu hohe Erwartungen an die Hoteldienstleistungen schüren», begründet Direktorin Athanassia Graf-Galanis den Entscheid. Man liege auch bei den Preisen deutlich unter dem, was im Grossraum Zürich üblich sei.

Allerdings könne man sich vorstellen, den fünften Stern zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch zu nehmen, führt Eglin aus. «Wenn auf der Badener Seite das Botta-Bad gebaut ist, rechnen wir mit einem weiteren Schub.» Dann wären Dienstleistungen möglich, die fünf Sterne zweifelsfrei rechtfertigen würden.

Pulsgeber für den Aufbruch und Erfolgsgrund für den fünften Stern sei das «Private Spa», erklärt Werner Eglin. Mit dem exklusiven Wellness-Angebot in den vier Private-Spa-Suiten sei man so hoch bepunktet worden wie zuvor noch kein Hotel im Kanton Aargau. Das liege auch an den revidierten Kriterien des Verbandes, sagt Eglin. Mit Qualität und exklusivem Wellness-Angebot lasse sich der Kofferträger einsparen.

Seit Eröffnung sehr gut gebucht

Ende Oktober startete im Limmathof Baden Hotel & Spa der Hotel- und der Wellnessbetrieb. «Wir haben bereits eine Hotelauslastung von gut 70 Prozent», sagt Athanassia Graf. Während der Woche seien es vorwiegend Geschäftsleute, die abseits vom Zentrum übernachten oder dann das Wellnessangebot ausnutzen möchten. Am Wochenende seien es nationale oder gar internationale Wellnessgäste, die sich hier gerne verwöhnen liessen, weiss Birgit Klein, Marketingverantwortliche.

«Wir haben die Zielgruppen direkt angesprochen, statt mit der grossen Kelle anzurichten», sagt Klein über die Bemühungen in ihrem Bereich. Jetzt habe sich alles gut eingespielt, sodass man das Wellness-Angebot forcieren wolle, lässt die Marketingfrau verlauten. In den privaten Spa-Suiten kann man sich im Familien- oder Freundeskreis vom hektischen Tag ausklinken und dabei der Seele und dem Körper etwas Gutes tun. Das Angebot ist jedermann zugänglich, und das zu absolut erschwinglichem Preis. Es reicht vom Bad im frischen Thermalwasser über Sauna, Dampfbad, Wellness mit Massage bis zur Schönheitsbehandlung. «Eigentlich nichts Neues, denn das kultivierte Kuren an der Limmat hat seine Tradition», erinnert Eglin.

«Goldener Schlüssel»: Neukonzept

Bis Sommerbeginn will Werner Eglin auch dem «Goldenen Schlüssel» neues Leben einhauchen. «Wir sind dran, ein neues Konzept zu erarbeiten», klärt der Eigentümer auf. Das Restaurant vis-à-vis dem «Limmathof» hat kurz nach Eröffnung des Bistros im «Hirschen» die Türen für eine Auszeit geschlossen.

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