Würenlos
Hundekot ärgert Gartenbesitzer – und wieder mahnt die Gemeinde die Hündeler

Freilaufende Hunde verrichten ihr Geschäft in fremden Gärten und auf dem Sportplatz. Den Hundekot lassen ihre Besitzer liegen. Nun mahnt die Gemeinde die Hündeler. Es ist nicht das erste Mal.

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Hans Ulrich Reber, SVP-Gemeindeammann von Würenlos: «Man sollte Hundehalter ermahnen, den Hundekot aufzunehmen, wenn diese es nicht von selbst tun.»

Hans Ulrich Reber, SVP-Gemeindeammann von Würenlos: «Man sollte Hundehalter ermahnen, den Hundekot aufzunehmen, wenn diese es nicht von selbst tun.»

AZ

Hundekot gehört zu jenen Dingen, die Hausbesitzer in ihrem Garten ganz sicher nicht finden wollen. Doch genau das tun sie in Würenlos. Offenbar gebe es Hundehalter, die ihre Vierbeiner frei laufen und in fremden Gärten versäubern lassen. Denn vereinzelt würden verärgerte Hausbesitzer Hundedreck in ihrem Rasen und Gemüsegarten finden.

«Das ist höchst unangenehme und eine Zumutung für jene, die den Hundekot im Garten und Rasen aufnehmen und entsorgen müssen», mahnt die Gemeinde. «Immer wieder gehen auch Reklamationen von Bürgerinnen und Bürgern über freilaufende Hunde auf Spazierwegen und im Wald ein», heisst es in den aktuellen Gemeindenachrichten.

Das Schreiben verweist auf die gesetzlichen Bestimmungen, wonach vom 1. April bis 30. Juni Hunde im Wald und am Waldrand an der Leine zu führen sind wegen der Brut- und Aufzuchtzeit der Wildtiere. Auch verpflichtet das Hundegesetz die Halter, den Hundekot einzusammeln und zu entsorgen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Gemeinde das Thema aufgreift: Vor knapp einem Jahr wurde der Hundekot zu einem Ärgernis auf dem alten Sportplatz beim Schulhaus Ländli 2. Regelmässig fand Sportwart Ralph Markwalder mitten auf dem Platz Hundekot. Auch in diesem Fall reagierte die Gemeinde mit einer Mahnung in den Gemeindenachrichten. «Danach wurde es während ein paar Wochen besser», sagt Markwalder.

Inzwischen ist alles wieder beim Alten. Markwalder hat nach wie vor seine Rolle Hundesäckli dabei, wenn er den Rasen des Sportplatzes mäht. «Der liegengelassene Hundekot ist eine Schweinerei und für die Sportler äusserst unangenehm», sagt er. Es sei vermutlich immer derselbe «Hündeler», der sich während der spätabendlichen Runde nicht an die Spielregeln halte.

Eine Leinenplicht, wie sie Wettingen Anfang Jahr eingeführt hat, hält der Sportwart aber für keine gute Lösung. «Diese Pflicht würde nur die Falschen bestrafen», ist er überzeugt. Ebenso würden Hinweistafelen, welche die Hündeler mahnen, den Hundekot aufzunehmen, kaum helfen.

Gemeindeammann Hans Ulrich Reber (SVP) kennt zwar die Problematik, aber auch beim Gemeinderat ist eine Leinenpflicht kein Thema: «Wir ermahnen die Hundehalter immer wieder, dass sie sich an die Gesetze halten sollen.» Letztlich seien es einzelne Hundehalter, die mit ihrem Verhalten den Ruf aller Hundebesitzer in Mitleidenschaft ziehen und sich wohl auch nicht an eine Leinenpflicht halten würden. Reber plädiert deshalb dafür, mutig zu sein. «Man sollte Hundehalter ermahnen, den Hundekot aufzunehmen, wenn diese es nicht von selbst tun.» Sicher brauche dies Zivilcourage, aber man sei schliesslich im Recht.