Shoppi Tivoli
«Ich bin überglücklich»: Roger Federer posiert mit Fans in Spreitenbach

Normalerweise wird das Shoppi Tivoli vor allem am Samstag von Kauffreudigen überrannt. Doch heute sorgte Roger Federers Auftritt für einen fulminanten Wochenstart.

Martin Rupf
Merken
Drucken
Teilen

An den French Open in Paris nimmt der 20-fache Grandslam-Sieger Roger Feder nicht teil. Dafür hat er sich heute rund eine Stunde Zeit genommen, im Shoppi Tivoli die Autogramm-
respektive vor allem Fotowünsche seiner Fans zu erfüllen. Dass «King Roger» nach Spreitenbach kommt, sickerte erst im Laufe des Tages durch.

Gleichwohl bildete sich bereits mehr als eine Stunde vor seinem Auftritt eine lange Menschenschlange. Möglich wurde der Auftritt, weil Federer seit 2014 Markenbotschafter von Sunrise ist. «Für uns stand fest, dass wir die Aktion aus Gründen der Infrastruktur, Organisation und Sicherheit in einem Shoppingcenter durchführen wollen», sagt Sunrise-Sprecher Rolf Ziebold.

Sorgte für überglückliche Fans: Roger Federer im Tivoli in Spreitenbach.
10 Bilder
Eine Autogramm vom Tenniskönig war das besondere Highlight.

Sorgte für überglückliche Fans: Roger Federer im Tivoli in Spreitenbach.

Keystone

Für das Shoppi Tivoli in Spreitenbach habe man sich schliesslich entschieden, weil hier der erste Shop im neuen Design eröffnet wurde, seit dem frischen Markenauftritt im Februar 2017 und sich hier auch der grösste Sunrise-Shop der Schweiz befinde.

Center-Leiter ist begeistert

Ein spezieller Tag ist es auch für den Leiter des Shoppingcenters, Patrick Stäuble: «Das ist natürlich kein alltäglicher Event.» Zwar sei man viele Besucher in Spreitenbach gewohnt, «doch für diesen Event mussten wir ein zusätzliches Sicherheitskonzept aufziehen.» Auch wäre es undenkbar gewesen, den Event an einem Samstag durchzuführen, da das Shoppingcenter dann auch ohne Tennis-Star sehr gut besucht sei. Aber man habe natürlich sehr gerne für die Autogrammstunde mit Roger Federer zugesagt.

«Erstens verfügen wir für einen solchen Anlass mit rund 4000 Parkplätzen die nötige Infrastruktur», so Stäuble. Und zweitens erhoffe man sich natürlich, dass dank der Aktion viele Menschen ins Shoppingcenter gelockt würden, die das Shoppi Tivoli zwar kennen, dieses aber schon lange nicht mehr besucht hätten. «Wir haben in den letzten Jahren sehr viel umgebaut und konnten viele neue Marken und Ketten ins Shoppi Tivoli locken, was viele vielleicht gar nicht realisiert haben», so Stäuble.

Keine Spur von leidiger Pflicht

Doch die Fans von Roger dürften heute wohl weniger Augen für die Geschäfte, als vielmehr für ihr Idol gehabt haben. Teils über zwei Stunden Wartezeit nahmen die Fans auf sich. Als der Maestro schliesslich um 17 Uhr im Sunrise-Shop auftauchte, war die Aufregung greifbar.

Diese ging aber nicht nur von den Hunderten Fans in der Wartekolonne aus, sondern insbesondere von den zahlreichen Marketing-Leuten und Medienvertretern. Der einzige, der dabei cool blieb – wie könnte es anders sein – war Federer selbst. Geduldig nahm er sich Zeit für jeden Einzelnen, der zu ihm nach vorne durchgelassen wurde. Geduld war auch gefragt.

Denn vorbei sind die Zeiten, als sich Fans mit einem Autogramm auf der Mütze begnügten. Wenn man schon mal die Gelegenheit hat, den besten Tennisspieler aller Zeiten persönlich zu treffen, dann muss dieser Moment selbstverständlich auch fotografisch festgehalten werden. Für den mediengewandten Federer kein Problem. Natürlich steht er lieber auf dem Tennisplatz oder verbringt Zeit mit seiner Familie, statt solcher Sponsorenauftritte zu absolvieren.

Umso beeindruckender war es, wie herzlich und natürlich er jeden Einzelnen begrüsste und es schaffte, seinem Gegenüber mit unkompliziertem Smalltalk die Nervosität zu nehmen. Und wer die leuchtenden Augen der Kinder sah, der wusste: Das Warten hat sich gelohnt.

Das sind alle 97 Turniersiege von Roger Federer:

99. Titel, Basel 2018 Marius Copil, 7:6, 6:4
99 Bilder
98. Titel, Stuttgart 2018 Milos Raonic, 6:4, 7:6
97. Titel, Rotterdam 2018 Grigor Dimitrov, 6:2, 6:2
20) Australian Open 2018: Gegen Marin Čilić gewinnt Federer den Fünfsatzkrimi mit 6:2, 6:7, 6:3, 3:6 und 6:1 und schafft es damit auf historische 20 Grand-Slam-Titel.
95. Titel, Basel 2018 Juan Martín del Potro, 6:7, 6:4, 6:3
94. Titel, Shanghai 2017 Rafael Nadal, 6:4, 6:3.
93. Titel, Wimbledon 2017 Marin Cilic, 6:3, 6:1, 6:4
92. Titel, Halle 2017 Alexander Zverev, 6:1, 6:3
91. Titel, Miami 2017 Rafael Nadal, 6:3, 6:4
90. Titel, Indian Wells 2017 Stan Wawrinka, 6:4, 7:5.
89. Titel, Australian Open 2017 Rafael Nadal, 6:4, 3:6, 6:1, 3:6, 6:3.
88. Titel, Basel 2015 Rafael Nadal, 6:3, 5:7, 6:3.
87. Titel, Cincinnati 2015 Novak Djokovic, 7:6 (7:1), 6:3.
86. Titel, Halle 2015 Andreas Seppi, 7:6 (7:1), 6:4
85. Titel, Istanbul 2015 Pablo Cuevas, 6:3, 7:6 (13:11)
84. Titel, Dubai 2015 Novak Djokovic, 6:3, 7:5.
83. Titel, Brisbane 2015 Milos Raonic, 6:4, 7:6, 6:4. - Es war Federers 1000. ATP-Karriere-Sieg.
82. Titel, Basel 2014 David Goffin, 6:2, 6:2.
81. Titel, Schanghai 2014 Gilles Simon, 7:6 (8:6), 7:6 (7:2)
80. Titel, Cincinnati 2014 David Ferrer, 6:3, 1:6, 6:2.
79. Titel, Halle 2014 Alejandro Falla, 7:6, 7:6
78. Titel, Dubai 2014 Tomas Berdych, 3:6, 6:4, 6:3.
77. Titel, Halle 2013 Michail Juschni, 6:7 (5:7), 6:3, 6:4.
76. Titel, Cincinnati 2012 Novak Djokovic, 6:0, 7:6 (9:7)
75. Titel, Wimbledon 2012 Andy Murray 4:6, 7:5, 6:3, 6:4
74. Titel, Madrid 2012 Tomas Berdych 3:6, 7:5, 7:5.
73. Titel, Indian Wells 2012 John Isner, 7:6, 6:3.
72. Titel, Dubai 2012 Andy Murray, 7:5 6:4.
71. Titel, Rotterdam 2012 Juan Martin Del Potro, 6:1, 6:4.
Federer feiert 2011 an den ATP World Tour Finals in London den 70. Titel im 100. Final Jo-Wilfried Tsonga, 6:3, 6:7, 6:3
69. Titel in Paris-Bercy Jo-Wilfried Tsonga, 6:1, 7:6
68. Titel in Basel 2011 Kei Nishikori, 6:1, 6:3
67. Titel in Doha 2011 Nikolay Davydenko, 6:3, 6:4
66. Titel an den World Tour Finals in London 2010 Rafael Nadal, 6:3, 3:6, 6:1
65. Titel in Basel 2010 Novak Djokovic, 6:4, 3:6, 6:1
64. Titel in Stockholm 2010 Florian Mayer, 6:4, 6:3
63. Titel in Cincinnati 2010 Mardy Fish, 6:7, 7:6, 6:4
62. Titel: Federer gewinnt die Australian Open 2010 Andy Murray, 6:3, 6:4, 7:6
61. Titel in Cincinnati 2009 Novak Djokovic, 6:1, 7:5
60. Titel: Wimbledon 2010 Andy Roddick, 5:7, 7:6, 7:6, 3:6, 16:14
59. Titel: Ein emotionaler Titel! Federer gewinnt 2009 endlich die French Open in Paris Robin Söderling, 6:1, 7:6, 6:4
58. Final in Madrid 2009 Rafael Nadal, 6:4, 6:4
57. Final in Basel 2008 David Nalbandian, 6:3, 6:4
56. Titel: Federer gewinnt die US Open 2008 Andy Murray, 6:2, 7:5, 6:2
55. Titel in Halle 2008 Halle. Philipp Kohlschreiber, 6:3, 6:4
54. Titel in Estoril 2008 Nikolay Davydenk0, 7:6, 1:2 (w.o.)
53. Titel in Schanghai 2007 David Ferrer, 6:2, 6:3, 6:2
52. Titel in Basel 2007 Jarkko Nieminen, 6:3, 6:4
51. Titel: US Open-Sieg 2007 Novak Djokovic, 7:6, 7:6, 6:4
50. Titel in Cincinnati 2007 James Blake, 6:1, 6:4
49. Titel: Skpektakulärer Wimbledon-Triumph 2007 Rafael Nadal, 7:6, 4:6, 7:6, 2:6, 6:2
48. Titel in Hamburg 2007 Rafael Nadal, 2:6, 6:2, 6:0
47. Titel in Dubai 2007 Mikhail Juschni, 6:4, 6:3
46. Titel: Federers Sieg an den Australian Open 2007 Fernando Gonzalez, 7:6, 6:4, 6:4
45. Titel in Schanghai 2006 James Blake, 6:0, 6:3, 6:4
44. Titel in Basel 2006 Fernando Gonzalez, 6:3, 6:2, 7:6.
43. Titel in Madrid 2006 Fernando Gonzalez, 7:5, 6:1, 6:0
42. Titel in Tokio 2006 Tim Henman, 6:3, 6:3
41. Titel: Federer gewinnt 2006 auch die US Open Andy Roddick, 6:2, 4:6, 7:5, 6:1
40. Titel in Toronto 2006 Richard Gasquet, 2:6, 6:3, 6:2
39. Titel, Federer gewinnt 2006 Wimbledon Rafael Nadal, 6:0, 7:6, 6:7, 6:3
38. Titel in Hamburg 2006 Tomas Berdych, 6:0, 6:7, 6:2
37. Titel in Miami 2006 Ivan Ljubicic, 7:6, 7:6, 7:6
36. Titel in Indian Wells 2006 James Blake, 7:5, 6:3, 6:0
35. Titel: Ein emotionaler Titel: Federer gewinnt 2006 die Australian Open Marcos Baghdatis, 5:7, 7:5, 6:0, 6:2
34. Titel in Doha 2006 Gaël Monfils, 6:3, 7:5
33. Titel in Bangkok 2005 Andy Murray, 6:3, 7:5
32. Titel: Federer gewinnt 2005 die US Open Andre Agassi, 6:3, 2:6, 7:6, 6:1
31. Titel in Cincinnati 2005 Andy Roddick, 6:3, 7:5
Federer gewinnt Wimbledon 2005, sein 30. Titel Andy Roddick, 6:2, 7:6, 6:4
29. Titel in Halle 2005 Marat Safin, 6:4, 6:7, 6:4
28. Titel in Hamburg 2005 Richard Gasquet, 6:3, 7:5, 7:6
27. Titel in Miami 2005 Rafael Nadal, 2:6, 6:7, 7:6, 6:3, 6:1
26. Titel in Indian Wells 2005 Lleyton Hewitt, 6:2, 6:4, 6:4
25. Titel in Dubai 2005 Ivan Ljubicic, 6:1, 6:7, 6:3
24. Titel in Rotterdam 2005 Ivan Ljubicic, 5:7, 7:5, 7:6
23. Titel in Doha 2005 Ivan Ljubicic, 6:3, 6:1
22. Titel in Houston 2004 Lleyton Hewitt, 6:3, 6:2
21. Titel in Bangkok 2004 Andy Roddick, 6:4, 6:0
Federer gewinnt zum ersten Mal die US Open, sein insgesamt 20. Titel Lleyton Hewitt, 6:0, 7:6, 6:0
19. Titel in Toronto 2004 Andy Roddick, 7:5, 6:3
18. Titel in Gstaad 2004 Igor Andrejev, 6:2, 6:3, 5:7, 6:3
Der zweite Wimbledon-Titel 2004: Sein insgesamt 17. Titel Andy Roddick, 4:6, 7:5, 7:6, 6:4
16. Titel in Halle 2004 Mardy Fish, 6:0, 6:3
15. Titel in Hamburg 2004 Guillermo Coria, 4:6, 6:4, 6:2, 6:3
14. Titel in Indian Wells 2004 Tim Henman, 6:3, 6:3
13. Titel in Dubai 2004 Feliciano Lopez, 4:6, 6:1, 6:2
Der erste Autralian Open-Sieg: Jahr 2004, sein 12. Titel Marat Safin, 7:6, 6:4, 6:2
11. Titel in Houston 2003 Andre Agassi, 6:3, 6:0, 6:4
10. Titel in Wien 2003 Carlos Moya, 6:3, 6:3, 6:3
Federers erster Grand Slam-Sieg: Wimbledon 2003 Mark Philippoussis, 7:6, 6:2, 7:6
8. Titel in Halle 2003 Nicolas Kiefer, 6:1, 6:3
7. Titel in München 2003 Jarkko Nieminen, 6:1, 6:4
6. Titel in Dubai 2003 Jiri Novak, 6:1, 7:6
5. Titel in Marseille 2003 Jonas Bjorkman, 6:2, 7:6
4. Titel in Wien 2002 Jiri Novak, 6:4, 6:1, 3:6, 6:4
3. Titel in Hamburg 2002 Marat Safin, 6:1, 6:3, 6:4
2. Titel in Sydney 2002 Juan Ignacio Chela, 6:3, 6:3
Roger Federers erster Titel auf der ATP-Tour, Mailand 2001 Julien Boutter, 6:4, 6:7, 6:4

99. Titel, Basel 2018 Marius Copil, 7:6, 6:4

Keystone