Überbauung Belétage
«Ich fühle mich wohl hier»: Er hat die beste Aussicht über die Stadt Baden

Die Überbauung Belétage in der Stadt Baden bietet moderne Wohnungen mit Weitsicht. «Ich fühle mich wohl hier», sagt Bewohner Peter Stauber. Doch ein Wunsch bleibt offen.

Janine Gloor
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Wie wohnt es sich in den Luxuswohnungen der Belétage?
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An dieser Aussicht kann sich Peter Stauber jeden Tag erfreuen.
Die graue Hauskatze kennen alle, die in der Belétage wohnen.
Steil ragt das Belétage-Hochhaus in die Höhe.

Wie wohnt es sich in den Luxuswohnungen der Belétage?

Chris Iseli

Peter Stauber freut sich, wenn er abends nach der Arbeit in seine Wohnung zurückkehren kann. «Hier fühle ich mich wohl», sagt er.

Das zu glauben fällt nicht schwer. Die Wohnung in der Überbauung Belétage ist brandneu, durch die grosse Fensterfront fällt viel Licht ein, in der offenen Küche glänzen die steinerne Ablage und die Armaturen um die Wette.

Peter Stauber leitet die Filiale der Neuen Aargauer Bank in Fislisbach, er und seine Freundin sind im Mai hier eingezogen, gleichzeitig mit vielen anderen Mietern. «Der Zügeltag war ein bisschen chaotisch», erinnert sich Stauber.

Eine Kiste seiner Freundin mit Unterlagen zu ihrer Bachelorarbeit ging dabei verloren. Erst Tage später bemerkten die Nachbarn, dass sie eine falsche Kiste abtransportiert hatten.

An dieser Aussicht kann sich Peter Stauber jeden Tag erfreuen.

An dieser Aussicht kann sich Peter Stauber jeden Tag erfreuen.

Janine Gloor

Loggia statt Balkon

Die Wohnung ist geschmackvoll in Grautönen eingerichtet, hölzerne Details tragen im weiten, offenen Raum zur Gemütlichkeit bei. Das Wohnzimmer dominiert ein grosses Sofa, hier schaut Peter Stauber fern oder liest auch mal ein Buch, so wie für den az-Fotografen.

Alles wirkt sehr sauber und aufgeräumt, Stauber gibt zu, dass für den Besuch der Presse ein bisschen nachgeholfen wurde. Die Aussicht aus dem Fenster ist fantastisch, sie reicht von der Lägern über die Dächer der Stadt bis zur Ruine Stein.

In dieser Jahreszeit leuchtet der Wald in allen Farben. Stauber wohnt im südlicheren der beiden Belétage-Gebäude und kann so einen unverbauten Ausblick geniessen. Leere Namensschilder verraten, dass im hinteren Block noch einige Wohnungen auf Mieter warten.

Beim Blick durch das Küchenfenster dagegen ist von der Stadt nichts zu sehen, hier wähnt man sich auf dem Land, der Martinsberg lädt zum Joggen und Spazieren ein.

Einziger Wermutstropfen für Stauber ist die sogenannte Loggia. Statt eines Balkons hat die Wohnung eine Art ungeheizten Wintergarten, dessen Fensterfront geöffnet werden kann.

Auf der Homepage der Belétage wird dieser Raum als «4-Jahreszeiten-Zimmer» angeboten. «Am Anfang hatte ich hier einen Grill», sagt Stauber. «Doch irgendwie hat es sich einfach nicht richtig angefühlt, hier drinnen zu grillieren.» Die Loggia ist ein Hybrid, nicht ganz Wohnung, aber auch nicht ganz Balkon.

Die Stimmung unter den Nachbarn ist gemäss Stauber gut, man hält Smalltalk im Lift, ansonsten geht jeder seinem eigenen Leben nach.

Für etwas Wärme im Alltag zwischen Glas und Beton sorgt eine graue Katze, die von ihrer Besitzerin mit dem Lift nach unten gefahren und ins Freie gebracht wird. Dort lässt sie sich gern streicheln. Will sie wieder nach oben, wartet sie geduldig, bis ihr ein Belétage-Bewohner die Tür ins Haus öffnet.