Eigentlich sollte Dominik ins Bett, doch in der grossen Truhe vom Dachboden findet er so viele interessante Gegenstände, hinter denen eine Geschichte steckt. Also erzählt ihm seine Mutter eine Geschichte nach der anderen. Dabei werden die Geschichten in Form von Musikstücken präsentiert, von der Spielgemeinschaft Würenlos-Neuenhof zusammen mit dem Gospelchor Neuenhof. Im perfekten Zusammenspiel führen sie die Zuschauer am Samstagabend in der Turnhalle unter dem Motto «Bettmümpfeli» durch die Gute-Nacht-Geschichte von Dominik.

Zwei Welten treffen sich

Dominik erzählt nicht nur die Geschichte des Abends, er ist auch ein begabter junger Sänger und der Sohn des Dirigenten Christoph Remensberger. Mit einer engelhaften Stimme zieht der Junge das Publikum gleich zu Beginn des Abends in Bann. Während ihn der Gospelchor mit heroischen Tönen begleitet und die Spielgemeinschaft die Melodie vorgibt. Was als harmonisches Zusammenspiel präsentiert wird, verbirgt viel Arbeit. «Es sind zwei Welten, die aufeinander treffen», sagt Christoph Remensberger, Dirigent der Spielgemeinschaft Würenlos-Neuenhof.

Schliesslich ist es das erste Mal, dass der Gospelchor zusammen mit der Spielgemeinschaft auftritt. «Am Anfang der Proben war die Spielgemeinschaft zu laut und der Gospelchor ging total unter», sagt Chorleiterin Doris Stahel. Während des ganzen Abends wechseln sich die beiden als Dirigenten ab, dies ist für Stahel und Remensberger eine Herausforderung. «Es braucht viel mehr Konzentration, wenn der Chor dabei ist», sagt Remensberger.

Abwechslungsreiches Programm

Viele der Lieder klingen ganz und gar nicht zum Einschlafen. Die typisch christlich-afroamerikanische Stilrichtung des Gospels ist rhythmisch und stimmenreich. Afrikanische Trommeln dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Aber es wird auch ein Song von der britischen Rockgruppe Queen gespielt. Der Tradition der Rockmusik zu Ehren gibt es sogar ein kurzes E-Gitarren Solo.

Es ist also kein Wunder, will Dominik nicht ins Bett und findet immer neue Ausreden, um noch etwas wach zu bleiben. Die Idee hinter dem Abend hat sich schrittweise entwickelt. «Erst haben wir die Stücke gefunden und dann die Geschichte dazu erfunden», sagt Remensberger, der in einem der Stücke seinen Sohn eingeplant hatte. Dies habe dazu geführt, dass der Junge die Moderation des Abends übernimmt.