Limmatknie

IG wehrt sich weiter gegen Botta-Projekt

Wohn-/Ärztehaus (l.), Thermalbad (r.), Verenahof/Bären dahinter. zvg

Wohn-/Ärztehaus (l.), Thermalbad (r.), Verenahof/Bären dahinter. zvg

Gegen den Gestaltungsplan am Limmatknie sind zwei Einwendungen eingegangen – eine von «schöner baden». Zentraler Punkt der Kritik: Eine unbefangene Beruteilung.

«Bauten und Anlagen und ihre Umgebungsgestaltung müssen sich gut in die bauliche und landschaftliche Umgebung einfügen», verlangt ein Passus der teilrevidierten Bau- und Nutzungsordnung (BNO) am Limmatknie. Dieser Anforderung werde der Gestaltungsplan nicht gerecht, erklärt die IG schöner baden in ihrer Einwendung zum Gestaltungsplan Limmatknie.

Es ist eine von insgesamt zwei Einwendungen. Die IG unterstreicht damit auch ihren Unmut gegenüber der Badener Stadtbehörde, die sich in keiner Weise auf die von 1430 Personen mitunterzeichnete Petition gegen das geplante Botta-Bad geäussert habe, erklärt Christoph Lüber, Mitunterzeichner der Einwendung.

Beurteilung bemängelt

Nebst der Kritik zur Grösse und architektonischen Einpassung sowohl des geplanten Bades («La Barra») und des Wohnblocks bemängelt die IG, dass bislang keine externe und unbefangene Beurteilung des bedeutenden Projektes stattgefunden habe. Als Jurymitglieder seien Andrea Bassi und Stefan Rotzler für das beiliegende Gutachten befangen gewesen. Benno Zehnder, Verwaltungsratspräsident der Verenahof AG und Initiant des neuen Thermalbades, ist über die Auflage des Gestaltungsplans erfreut. «Dass lediglich zwei Einwendungen eingegangen sind, hat mich sehr überrascht.» Das zeige ihm, dass eine grosse Mehrheit der Bevölkerung Badens, des Bäderquartiers wie der Nachbarschaft vom geplanten Projekt überzeugt sei.

Ob die IG legitimiert sei, als Einwender aufzutreten, müsse man erst prüfen, heisst es bei der Stadt. Der Legitimationsfrage sei sich auch die IG bewusst, erklärt Lüber. Er verweist auf die Petition und darauf, dass viele Badener und auch Einwohner des Bäderquartiers zu den Sympathisanten der IG gehören.

Die Einwendung der IG schöner baden lasse sich nicht unter dem Verbandsbeschwerderecht einstufen, erklärt Silvan Meier von der Rechtsabteilung des Kantonalen Departements Bau Verkehr Umwelt. Allerdings könne ein für einen konkreten Fall gegründeter Verein zu einer Einwendung legitimiert sein, wenn die Betroffenheit seiner oder einzelner Mitglieder vorliege. Weil die IG schöner baden kein eingetragener Verein mit Statuten ist, dürfte es sich bei der juristischen Form um eine einfache Gesellschaft handeln. Laut Meier wäre eine Legitimation für eine Einwendung nur denkbar, wenn die Mitglieder vom Vorhaben respektive Gestaltungsplan direkt betroffen wären. Das sei aber genau zu prüfen.

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