Spreitenbach
Ikea-Farben Blau-Gelb und damit ein Zeitzeugnis werden verschwinden

Das 1973 eröffnete Ikea-Geschäftshaus wird umgebaut und vermietet. Die Ikea-Filiale in Spreitenbach war die erste, welche das Möbelhaus ausserhalb Skandinaviens eröffnet.

Dieter Minder
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Die jetzt schon verblichenen Fassadenfarben werden verschwinden. DM

Die jetzt schon verblichenen Fassadenfarben werden verschwinden. DM

Das alte Ikea-Gebäude in Spreitenbach wird umgebaut. Eingerichtet werden primär Büro-, Gewerbe- und Lagerräume. Verkaufsräume sind höchstens ergänzend vorgesehen, teilt Gregor Felder von der Luzerner Arwal Immobilien AG mit. Da die Räume frei unterteilbar sein werden, kann er auch noch keine Angaben zur Anzahl der künftigen Mieter machen.

Ein Bahnanschluss für das Quartier Spreiti West

Um das Gebiet am nordwestlichen Ortsrand zu fördern, hat die Gemeinde Anfang 2013 die Planungszone West definiert. «Wir hatten zwei Einsprachen», sagt Oliver Lovisetto, Leiter Bauverwaltung der Gemeinde. Voraussichtlich im Frühjahr werden diese bereinigt sein. «Dann integrieren wir die Planungszone in den Masterplan Spreitenbach.» Mit diesem wird die Entwicklung der Gemeinde definiert. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Haltestelle Limmattalbahn zu. (DM)

«Momentan sind zehn Mieter im Gebäude», ergänzt er. Die Gebäudehülle selber soll nicht gross verändert werden. «Die Formensprache der Architektur wird beibehalten.» Ändern wird sich dagegen die Farbgebung. Sie soll nicht mehr an Ikea erinnern, damit verliert das Haus sein blau-gelbes Äusseres.

Kein Verkauf geplant

Eigentümer des Gebäudes sind insgesamt drei Partner, wobei die Artwal Immobilien AG Mehrheitseigentümer ist. Die Unternehmen investieren einen mittleren siebenstelligen Betrag in das Gebäude. Einzelne Bauarbeiten wurden bereits ausgeführt und die weiteren dauern noch bis gegen Ende 2014. Für die Eigentümer Arwal Immobilien AG handelt es sich um ein Anlageobjekt, das sie nicht weiter verkaufen will, ergänzt Felder.

Es begann in Spreitenbach

Die alte Ikea ist für Spreitenbach sowie für Ikea ein besonderes Gebäude. 1973 eröffnete das schwedische Möbelhaus in Spreitenbach seine erste Filiale ausserhalb Skandinaviens. Im heute Spreiti West genannten Quartier entstand ein Einkaufsgebiet. Mit dem Auszug der Ikea an den heutigen Standort verlor Spreiti West einen Magneten, was zum Niedergang des Einkaufszentrums führte. Erst in letzter Zeit hat sich die Lage wieder zugunsten der dortigen Geschäfte geändert.

Immobilienspezialist aus Luzern

Die Arwal Immobilien AG ist Teil der Arthur Waser Gruppe, einer privaten Anlagegesellschaft, zu der auch die Arthur Waser Stiftung gehört. Die Gruppe ist primär in der Entwicklung, Umnutzung und Neupositionierung von Gewerbeliegenschaften tätig. Die Neupositionierung der Ikea-Liegenschaft sei in diesem Zusammenhang zu verstehen, teilt Felder mit. Die Arwal hält weitere Objekte, vor allem in der Deutschschweiz und im Tessin. Die Gruppe ist an mehreren Gesellschaften, primär im Immobilienbereich beteiligt. In der Gruppe arbeiten gegen zehn Personen. Dazu kommen die Mitarbeiter externer Firmen, die im Auftrag der Gruppe tätig sind.

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