Finanziell ist Turgi schon lange nicht mehr auf Rosen gebettet. Dennoch hat die Gemeinde durch sparsames Haushalten und stetiges, wenn auch kleines Wachstum mittelfristig aus der Krise herausgefunden.

Der kleine Rückschlag, der sich einnahmenseitig bei den Steuern nun zeigt, sei wohl ein «einmaliger Ausreisser», erklärt Claudia Erne, Leiterin Finanzen.

Steuern unter den Erwartungen

Die Rechnung 2012 schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 374'834 Franken. Dies obschon statt der geplanten 1,23 Mio. Franken nur deren 325'000 investiert wurden; nach wie vor hängig ist das Sportplatz-Vorhaben, das mutmasslich auch im laufenden Jahr noch nicht realisiert werden kann.

Dass trotz weniger Investitionen das Resultat schlechter ausgefallen ist, liegt am Steuerertrag, der mit 7,125 Mio. Franken rund 237'000 Franken niedriger als erwartet einging, wobei primär die Einkommens- und Vermögenssteuern niedriger ausfielen.

Nachdem die Steuereingänge in jüngster Vergangenheit stetig höher waren, verzeichnet Turgi nun einen leichten Einbruch.

Steigende Kosten drücken mit

Doch die steigenden Beiträge der gebundenen Kosten drücken in Turgi aufs Portemonnaie. Die Pflegefinanzierung kam 45'000 Franken höher zu liegen, während Turgi bei der Spitalfinanzierung um 70'000 besser als budgetiert fuhr. Die Sozialhilfe kostete 180'000 Franken mehr, doch darf Turgi für das Jahr 2012 eine höhere Rückzahlung erwarten.

Der Gemeinderat will den Steuerfuss von 113 Prozent weiter halten können. Darum ist weiter ein sparsamer Umgang mit Geld gefordert. Mit möglichst geringen Kosten soll eine optimale Infrastruktur bereit gestellt werden. Im laufenden Jahr steht beim Kindergarten Allmend eine Investition von 1,2 Mio. Franken an.