Spreitenbach
Im Angebot: Grüne Zebras und Gummibärli-Pflanzen

Am zweiten Bio- und Setzlingsmarkts vor der Umweltarena in Spreitenbach gab es erstmals verarbeitete Produkte zu kaufen. Für viele Standbetreiber ist der Setzlingsmarkt ein wichtiges Standbein ihres landwirtschaftlichen Betriebs.

Hans Christof Wagner
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Bio- und Setzlingsmarkt Spreitenbach
9 Bilder
Valeria Moser aus Untersiggenthal spann an ihrem Stand auch Wolle
Sibylle Siegrist aus Küttigen ist stolz auf ihre grosse Vielfalt an Setzlingen
Ponyreiten auf dem Areal der Umweltarena war heiss begehrt (2)
Michael Vogt, Mitarbeiter bei omiobio aus Lupfig, beriet die Kunden gern
Monika Müller, Biogärtnerin aus Lupfig, erklärte Max Chopard die Besonderheiten der Blauen Malve
Ponyreiten auf dem Areal der Umweltarena war heiss begehrt
Die Walliser Landschafe vom Biohof Rüteli waren beim Markt auch dabei
Auch Arbovitis aus Frick war vor der Umweltarena mit einem Stand vertreten

Bio- und Setzlingsmarkt Spreitenbach

Hans Christof Wagner

Weil die Witterung in den vergangenen Wochen eher kühl ausfiel, hatten viele Hobbygärtner mit dem Auspflanzen ihres Freilandgemüses noch zugewartet. Doch am Wochenende stand dem Beginn der Saison nun nichts mehr im Wege. Davon konnte der Spreitenbacher Setzlingsmarkt profitieren, bot er den Fans des selbstangebauten Gemüses doch so gut wie alles an, was das Herz begehrt. «Kaum waren die Stände aufgebaut, füllten sich die Leute ihre Körbchen», sagt Veranstalter Max Chopard. Dies kann Sibylle Siegrist aus Küttigen bestätigen. Die Bäuerin und Biologin bot an ihrem Stand allein rund 100 Tomatensorten an, mit wunderlichen Namen wie «Green Zebra», «Dr. Wyche’s Yellow» oder «Aunt Ruby’s German Green». Viele der angebotenen Sorten erfüllen die Kriterien von Pro Specie Rara.

Für die Siegrists ist das Setzlingsgeschäft ein wichtiges Standbein ihres landwirtschaftlichen Betriebes. «Wir wollen damit die Wertschöpfung auf dem eigenen Hof behalten», sagt Siegrist – in Direktvermarktung ohne Zwischenhändler und Grosskonzerne, aus biologischem Anbau und mit regionaler Herkunft. Dies ums mehr, als doch das Gärtnern im städtischen Umfeld, das Urban Gardening, voll im Trend liegt. Da dürfte sicher auch die Gummibärli-Pflanze am Stand der Bio-Gärtnerei Müller aus Lupfig Interesse geweckt haben. «Gummibärli wachsen keine daran, aber sie riecht sehr danach», erklärt Standbetreiberin Monika Müller.

Voll im Trend liegt sicher auch gesunde Ernährung, bei der zweiten Auflage des Bio- und Setzlingsmarkts ein neuer Schwerpunkt. Auch hier war die Bandbreite gross: Am Stand des Biohofs Rüteli gab es das zu kaufen, was beim Selbstversorger-Betrieb aus Untersiggenthal nicht selbst verbraucht wird. Unterdessen konnten die Marktbesucher Inhaberin Valeria Moser auch beim Spinnen der Wolle ihrer Walliser Landschafe beobachten, die es zudem auch live zu betrachten gab. Chopard hatte Valeria Moser angesprochen, ob sie sich nicht mit einem Stand beteiligen möchte. «Ich kenne viele hier persönlich und das schon sehr lange,» sagt der Projektleiter Ausstellungen und Besucherinformation bei der Umweltarena.