Baden
Im Bäderquartier wird die Finanzierung neu geregelt - CS ausgestiegen

Im Bäderquartier kommt es zur Wende: Mit einem UBS-Bankenkonsortium im Rücken will die Verenahof AG als Eigentümerin zusammen mit der Stiftung Bad Zurzach und Baden selber investieren. Das Baugesuch für das Projekt wird auf Herbst erwartet.

Roman Huber
Merken
Drucken
Teilen
Die beiden baureifen Baufelder Thermalbad (1), Ärztehaus mit Wohnen (2) sowie das Verenahof-Geviert (3).

Die beiden baureifen Baufelder Thermalbad (1), Ärztehaus mit Wohnen (2) sowie das Verenahof-Geviert (3).

Zur Verfügung gestellt

Nach langem Schweigen gibt es endlich etwas Neues aus dem Bäderquartier zu hören. Die Verenahof AG und die Gesundheitsstiftung Bad Zurzach + Baden werden selber im Bäderquartier investieren. Der Grund ist naheliegend: Die Crédit Suisse Funds AG ist mangels Renditeaussichten mit ihrer Tochtergesellschaft CS Real Estate Fund Hospitality als potenzielle Investorin ausgestiegen.

Dies war die überraschende Mitteilung an einer Medienkonferenz, die von der Besitzerin Verenahof AG und der Gesundheitsstiftung Bad Zurzach + Baden als künftige Betreiberin der Rehaclinic und des Gesundheitshotels, des Ärztezentrums sowie des Botta-Bades einberufen wurde.

Visualisierung Bäderquartier Baden
7 Bilder
Visualisierung Bäderquartier Baden
Visualisierung Bäderquartier Baden
Visualisierung Bäderquartier Baden
Visualisierung Bäderquartier Baden
Visualisierung Bäderquartier Baden
Visualisierung Bäderquartier Baden

Visualisierung Bäderquartier Baden

Zur Verfügung gestellt

Beteiligung für Stadt nicht ausgeschlossen

Gut 200 Millionen Franken hätte die CS in die Hand nehmen müssen, wenn sie als Investorin auch die Liegenschaften übernommen hätte. Für die Verenahof AG, die nun mit Hilfe der Stiftung Gesundheitsförderung als Investorin übernimmt, fällt der Landpreis weg.

Zudem will man rund vier Fünftel des Ärztehauses mit Wohnen vorgängig im Eigentum verkaufen, sodass der Restbetrag mit Hilfe des UBS-Bankenkonsortiums gestemmt werden könne, gibt sich Benno Zehnder, Verwaltungsratspräsident der Verenahof AG überzeugt. Auch Stephan Güntensperger, Direktor der Gesundheitsstiftung, sowie Beat Edelmann, Stiftungsratspräsident, zeigten sich zuversichtlich.

Laut Stadtammann Geri Müller sei auch eine Beteiligung vonseiten der Stadt nicht ausgeschlossen. Der Stadtrat mache sich jedenfalls seine Gedanken darüber, ob er mit einer Beteiligung als Aktionärin einsteigen solle. Damit tut Müller auch kund, wie sehr dem Stadtrat die Realisierung des Bäderprojekts am Herzen liege.

Botta-Kuppel definitiv weg

Ein Jahr Verzögerung hätten die Abklärungen der CS Real Estate Fund Hospitality verursacht, erklärt Zehnder. Es war die Rendite, die für die Anlegerin der Credit Suisse nicht stimmte. Diese wollte im Verenahof-Geviert mit den alten Hotels Bären, Ochsen und Verenahof primär Büros und Wohnungen realisieren.

Es sei aber trotzdem nicht nichts gegangen in den vergangenen Monaten, hält Zehnder fest. «Wir haben an den Projekten gearbeitet und nach neuen Lösungen gesucht», sagt Zehnder der nach acht Jahren Vorbereitung und Planung sogar von einer «positiven Wende» spricht.

Für das Botta-Bad und das Ärzte-/Wohnhaus liegt ein rechtskräftiger Gestaltungsplan vor, der nach Meinung der Investoren ein speditives Baugesuchsverfahren garantieren sollte. Beim Verenahof-Gebäude selber, wo die denkmalschützerischen Auflagen einer Lösung harren, sei man gut unterwegs.

Die «Botta-Kuppel» über den Lichthöfen sei endgültig gekippt worden. Ob der Stararchitekt das «Verenahof»-Projekt behalten wolle, werde bald entschieden, sagt Güntensperger. Die Planung sei dort bis ins Detail fortgeschritten. Vorgesehen ist der Betrieb einer Reha-Clinic mit Gesundheitshotel, wobei laut Güntensperger das exakte Verhältnis – wie viel Clinic und wie viel Hotel – noch offen lässt.

«Jetzt geht es vorwärts», lässt sich auch Geri Müller zuversichtlich verlauten. Die Gespräche um die Auflagen beim «Verenhof» würden konstruktiv verlaufen. Auf beiden Seiten sei man guten Willens, Konzession so weit zu machen, dass bis Herbst das baureife Projekt zusammen mit Bad und Ärztehaus mit Wohnen eingereicht werden könne.