Schnelle Velofahrer, plaudernde Fussgängergruppen, gestresste Passanten mit Musik im Ohr und Eltern mit Kinderwägen passieren gleichzeitig die Unterführung «Blinddarm». So weit so gut. Doch alle paar Minuten fährt ein Bus ebenfalls durch das Nadelöhr.

Nicht selten gerät man dabei in eine gefährliche Situation. Fussgänger links und rechts, der Bus von der einen Seite und der flinke Velofahrer von der anderen. Die Sonne blendet, wenn man aus dem dunklen Loch kommt. Knappe Ausweichmanöver sind keine Seltenheit.

«Leute fühlen sich vom Bus bedroht»

Seit Anfang März die Weite Gasse wegen Sanierung und Neugestaltung für den Verkehr geschlossen wurde, fahren vermehrt Busse durch die Unterführung. Vor über 10 Jahren wurde die Durchgangsstrasse zu einer Begegnungszone.

Verkehrssituation beim Blinddarm in Baden

Verkehrssituation beim Blinddarm in Baden

Laut Martin Zulauf, dem Badener Stadtpolizei-Kommandanten sei im «Blinddarm» seither noch nie ein Unfall passiert. «Es gibt aber Leute, die sich von den Bussen bedroht fühlen», sagt er. «Die Geschwindigkeit der Busse wurde vor einiger Zeit gemessen, die Buschauffeure wurden angehalten, langsam zu fahren.»

Das werde auch eingehalten. Ein Problem für den «Blinddarm«-Verkehr sieht Zulauf, wenn 2014 mit dem Bau des Schulhausplatzes begonnen werde. «Dann wird es noch mehr Busse haben und wir werden über die Bücher gehen müssen.» Vorläufig würden aber keine Massnahmen ergriffen.

Rasende Velofahrer sind Problem

Der Schlossbergplatz wie auch die «Blinddarm»-Unterführung sind Begegnungszonen. René Zolliker, Projektleiter Neugestaltung Schlossbergplatz, sieht die Velofahrer als das Hauptproblem. «Es gibt viele unvorsichtige Velofahrer, die zu schnell durch den ‹Blinddarm› fahren.

Heikle Verkehrssituation beim Blinddarm in Baden

Heikle Verkehrssituation beim Blinddarm in Baden

Sie müssen sich der Situation anpassen.» Zolliker weist darauf hin, dass es eine Verkehrstafel vor der Blinddarm-Einfahrt vom Gstühl her, gibt. «Darauf steht klar, dass Velofahrer rechts in die Unterführung fahren müssen.» Doch eingehalten wird das höchst selten, wie immer wieder beobachtet werden kann.

Zolliker: «Fussgänger, Velofahrer und Buschauffeure müssen aufeinander Rücksicht nehmen.»