Das Gstühl-Center erstellt hat die Firma Porr, die unter anderem auch den Lötschberg-Basistunnel gebaut hat. «Die Subunternehmen der Porr haben im Gstühl-Center sehr schlechte Arbeit gemacht», sagt Urs Pfister, VR-Präsident der Gstühl Immobilien, der das Gstühl-Center gehört. Einige ausländische Subunternehmen würden zwar günstige Angebote machen, seien jedoch mit den Vorschriften in der Schweiz nicht vertraut. «Bei jedem Bau gibt es Mängel», sagt Randolph Koller, CEO der Porr Suisse. Die Subunternehmen würden, je nach Zusammensetzung der Bauarbeiter, nicht immer die erwartete Qualität erbringen. Mit den Unternehmen arbeite Porr aber nicht mehr zusammen. Der Projektleiter des Gstühl-Centers wurde nach dem Bau ersetzt.

Lokale Firmen sollen es richten

Den Rück- und Neubau des Innenhofs übernehmen nun lokale Firmen, erzählt Pfister von der Gstühl Immobilien. «Etwa 80 Prozent kommen aus dem Aargau.» Porr übernehme alle Kosten und allfällige Entschädigungen an die betroffenen Ladenbesitzer. «Wir haben das von der Porr verlangt.» Eine Woche lang haben die Geschäfte TUI, Schuler, Sherpa und Jori wegen der Sanierung des Innenhofs schliessen müssen. «Wir wissen nicht, ob es danach wirklich fertig ist mit der Bauerei - und wir haben sie satt», sagt ein Geschäftsinhaber.

Im Gstühl-Center musste seit der Fertigstellung 2009 bereits einiges repariert werden. Weil die erforderlichen Dämmwerte nicht eingehalten wurden, mussten zum Beispiel die Fenster ersetzt werden. Eine mangelhafte Abdichtung führte zu einem Wasserschaden auf der Terrasse. Bis zum Beginn des Stadtfests am 17. August sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Gstühl Immobilien AG hat nun eine Kampagne gestartet, um das Image des Gstühl-Centers zu verbessern. «Positiv ist, dass Porr alle Mängel diskussionslos behebt», sagt Pfister.