Die nächste grössere Tranche der Planung «Schulraum Baden 2020» liegt vor: Der Einwohnerrat wird am 9. März über den Projektierungs- und Planungskredit für die Erweiterung der Schulanlage Rütihof befinden. Das Bauvorhaben umfasst zwei Neubauten im Modul-/Systembau. «Wir sind von dieser Lösung überzeugt», sagt Stadtammann Geri Müller. Diese Gebäude seien keinesfalls mit Container-Bauten zu verwechseln, fügt er an.

Rütihof braucht unbedingt zusätzlichen Schulraum. Mit der Umstellung auf sechs Primarschuljahre musste schon ein doppelstöckiges Provisorium aufgestellt werden. Dem Quartier wird in den nächsten Jahren eine konstante Schülerzahl von rund 250 Kindern prognostiziert, die sich per 2028/29 bei 400 einpendeln wird.

Minergie und genügend Komfort

Der Projektierungskredit beläuft sich auf 400 000, der Baukredit auf 16,3 Millionen Franken; darin sind Umbau für das Gelbe Schulhaus (Tagesstrukturen), die Sanierung der Heizanlage sowie Umbauten im Kindergarten Tobelacher enthalten. Der Kindergarten Breitacher wird aufgehoben.

Der Modulbau werde im Minergie-Standard erstellt und auch punkto Schallisolation schulischen Ansprüchen vollauf genügen, sagt Geri Müller. Weil man auf Fundament und Aushub verzichten kann, ist diese Bauweise einiges günstiger. Das wiederum ermöglicht eine Erstellung in sehr kurzer Bauzeit. Ausbau und Raumprogramm würden gemäss dem vom Einwohnerrat genehmigten «Betriebsreglement für die Volksschule» erfolgen und eine exakte Bestellung der Module ermöglichen.

Müller weist zudem auf den hohen Werterhalt hin. «Wir wissen heute nicht, wie sich Rütihof bis in 20 oder 30 Jahren bevölkerungsmässig entwickeln wird, und profitieren von der Flexibilität, dass ein Modulbau bei Bedarf an einen andern Standort transferiert werden könnte», erläutert Müller, der die Bauweise mit Lego vergleicht.

Die in den vergangenen Jahrzehnten laufend erweiterte Schulanlage wird dabei ziemlich umgestaltet. Die 1978 und 1988 erstellten Pavillons 1 und 2 sowie das Blaue Schulhaus (1988) werden wegen des schlechten baulichen Zustandes abgebrochen; nur das 1936 erbaute Gelbe Schulhaus bleibt.

Volksabstimmung im Juni

Der Baukredit gelangt im kommenden Juni vor das Volk. Im Herbst 2015 ist das Baubewilligungsverfahren geplant. Dann soll der westliche Pavillon zurückgebaut werden. Im Januar 2016 beginnt der Bau von Gebäude 1, das vier Monate später bezugsbereit sein soll. Direkt im Anschluss startet der Rückbau des östlichen Pavillons und des Blauen Schulhauses. Der Bau des Gebäudes 2 wird im Mai 2016 erfolgen können, sodass dieses mit Beginn des Schuljahres 2016/17 bezogen werden kann.

Einwohnerratssitzung: 9. 12., 18.30 Uhr, Aula Pfaffechappe