Baden
Im Neubau Gartenstrasse gibt's Balkon und Zimmer zugleich

Lägern wohnen plant an der Gartenstrasse bis 2016 einen Neubau. Die vier rund 100 Jahre alten Häuser sollen abgebrochen werden. «Zu den Investitionskosten und Mieten können wir noch keine Aussagen machen», sagt ein Genossenschafts-Vorstandsmitglied.

Dieter Minder
Merken
Drucken
Teilen
Die vier Häuser links sind über 100 Jahre alt
8 Bilder
Die Wohnhäuser an der Gartenstrasse
Die vier Häuser links sind dem Abbruch geweiht
Blick vom Merkerareal auf die bestehenden Häuser
Blick in die bestehenden Vorgärten
Der rückseitige Hof zum neuen Wohnhaus am Damianweg links
Visualisierung der geplanten Wohnung
Lägern wohnen plant an der Gartenstrasse bis 2016 einen Neubau.

Die vier Häuser links sind über 100 Jahre alt

Dieter Minder

«Die Wettbewerbssieger haben zusätzlich etwas entwickelt und damit den 1. Rang im Wettbewerb gewonnen», sagt der Basler Architekt Cedric Bachelard. Das Etwas ist ein Vierjahreszeitenzimmer, das zu jeder der 16 geplanten Wohnungen gehört.

«Es ist ein innen liegender Balkon», präzisierte Bachelard, Mitglied der Wettbewerbsjury. Im Sommer könne das Vierjahreszeitenzimmer als Balkon und im Winter als zusätzliches Zimmer verwendet werden.

Diese Idee hat dem Büro Meier Leder Architekten aus Baden den Sieg im Wettbewerb für ein Wohnhaus an der Gartenstrasse in Baden eingetragen.

Sieg für Badener Architekten

Auf der Westseite der Gartenstrasse stehen mehrere Häuser, vier davon gehören der Gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft Lägern (Lägern wohnen).

«Es sind unsere ältesten Häuser, sie wurden vor über 100 Jahren gebaut», sagte Genossenschaftspräsident Patrick Bürgi vor rund 50 Besucherinnen und Besuchern an der Wettbewerbspräsentation.

Fünf Architekturbüros hatte die Genossenschaft zum Wettbewerb eingeladen. Das lange schmale Grundstück zwischen der Gartenstrasse und dem Mehrfamilienhaus Damianweg schränkte den Spielraum ein.

Kompakter Baukörper

Meier Leder schlagen einen schmalen Gebäudekörper mit fünf Etagen vor (siehe Bilder).

Das kompakte Volumen mit optimalem Verhältnis zwischen Geschoss- und Hauptnutzungsfläche und Verzicht auf Auskragungen, Einschnitte und Höhenversätzen im Baukörper bildet eine gute Basis für die Erfüllung der ökonomischen und energetischen Anforderungen, betont die Jury dazu.

Die Wohnungen werden über ein Treppenhaus und rückseitig liegende Lauben erschlossen. «Zu den Investitionskosten und Mieten können wir noch keine Aussagen machen», sagte Genossenschafts-Vorstandsmitglied Thomas Pauli. Vorerst sei es darum gegangen, einen guten Vorschlag für einen Neubau zu erhalten.

So geben die Wettbewerbsprojekte auch noch keine Antwort auf die Frage, wo die künftigen Bewohner ihre Autos abstellen werden. Der Generalversammlung im Mai 2014 will der Vorstand einen Projektierungs- und Ausführungskredit unterbreitet.

«Baubeginn soll im Herbst 2014 sein, sodass die Wohnungen im Sommer 2016 bezugsbereit sein sollten», sagte Pauli.