Würenlos
Im Stromnotfall helfen die Anlagen der AKSA aus Würenlos

«Wir sind eine typisch schweizerische Firma, alles muss ein wenig perfekter sein», sagt Franz Dürr. Ein Weg, der sich bewährt, denn inzwischen vertreibt die AKSA aus Würenlos Notstromanlagen weltweit.

Dieter Minder
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Das neue Prüffeld der AKSA mit den Notstromgruppen in Containern.ho

Das neue Prüffeld der AKSA mit den Notstromgruppen in Containern.ho

Bei der Produktion von hochwertigen schlüsselfertigen Anlagen ist die Schweiz durchaus konkurrenzfähig», sagt Franz Dürr, Leiter und Eigentümer der AKSA Würenlos. Um den steigenden Anforderungen nachzukommen, wurde nun ein neues Prüffeld in Betrieb genommen.

«Wir sind die Einzigen in der Schweiz, die nun bis zu zwei Notstromaggregate mit einer Gesamtleistung von 4000 Kilovoltampere (kVA) gleichzeitig prüfen können.»

Im neuen Prüffeld, es steht neben dem bisherigen Gebäude, werden alle Notstromanlagen getestet, bevor sie an die Kunden versandt werden. Notstromanlagen sind kleine Kraftwerke, die dann vollautomatisch eingeschaltet werden, wenn das Elektrizitätsnetz ausfällt.

Sie werden überall dort eingesetzt, wo elektrischer Strom für den Betrieb unverzichtbar ist, so auf Flughäfen, in Rechenzentren, in Spitälern, in Kehrichtverbrennungsanlagen oder bei Grossverteilern der Lebensmittelbranche.

Ins Netz der Gemeinde Würenlos

Bei den Tests im neuen Prüffeld werden die Notstromgruppen nach den Vorgaben der Kunden belastet. Dabei fabrizieren sie natürlich Elektrizität. «Diese dürfen wir ins Netz der Gemeinde Würenlos einspeisen», sagt Dürr.

Ohne diese Möglichkeit müsste der Strom in Wärme umgewandelt und diese an die Luft abgegeben werden. «Die Energie ginge verloren, und das wäre nicht sehr ökologisch», sagt Dürr.

Eine Entschädigung erhält die AKSA von der Gemeinde aber nicht. «Beim Test einer grossen Anlage entsteht ungefähr so viel Energie, wie ein Einfamilienhaus in einem kalten Winter für Strom und Heizung verbraucht.»

Eine Notstromgruppe besteht aus einem Verbrennungsmotor und einem Generator, der den Strom produziert. Diesen Teil kauft AKSA bei der amerikanischen Cummins Power Generation ein.

Zusammenarbeit seit 65 Jahren

Seit 65 Jahren arbeiten die Unternehmen zusammen. Bei AKSA werden die von Cummins gelieferten Komponenten mit einer Steuerung und den Anschlüssen ergänzt und nach Bedarf des Kunden installiert.

«Wir machen vieles selber, das ist ein Vorteil bei Servicearbeiten.» Die AKSA sorgt nach der Installation beim Kunden auch für den Unterhalt der Geräte.

Die zweite Produktelinie der AKSA sind Kühlgeräte für Lastwagen. Als Basis dient ein deutsches Markenprodukt. In Würenlos werden sie auf den Fahrzeugen montiert und auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst.

«Sie müssen die Lebensmittel kühlen, unabhängig von der Aussentemperatur und der Luftfeuchtigkeit», sagt Dürr. Während das im Winter relativ einfach zu lösen ist, bestehen im Sommer hohe Anforderungen.

«Der Kunde verlangt hohe Qualität, damit die Lebensmittel auf dem Transport nicht verderben.» Dürr ist stolz, dass Migros ihre Lastwagen mit Kühlgeräten aus Würenlos ausrüstet.