Baden
Im Trafo wurden die besten Schweizer Handballer geehrt

Erstmals in der Geschichte des Schweizer Handballs wurden die besten und fairsten Spieler anlässlich einer Gala mit Awards ausgezeichnet. Der Festanlass im Trafo in Baden lockte viel Handball-Prominenz an. In 15 Kategorien wurden Sieger erkoren.

Ursula Burgherr
Drucken
Teilen

Auf den festlich gedeckten Tafeln im Trafo Baden flackerten die Kerzen der fünfarmigen Kandelaber. Grosse Stars der Schweizer Handballszene hielten ihre Laudatio auf die nominierten Sportler und Teams, wovon 15 als Kategoriensieger hervorgingen.

Die vom Verlag «handballworld» ins Leben gerufene 1. Swiss Handball Awards Night war vom Glamourfaktor her einer Fifa-Gala Ballon d'Or ebenbürtig. Nur Shakira fehlte. Stattdessen parodierte Patric Schäfler auf der Bühne Ottmar Hitzfeld und Franz Beckenbauer. Ständerätin Pascale Bruderer Wyss, begeisterte ehemalige Handballerin, fieberte mit den möglichen Preisträgern mit. Diese waren von einer Fachjury und über SMS-Publikumsstimmen erkoren worden.

Emotionen auf der Bühne

Auf der Bühne spielten sich bewegende Szenen ab: Handball-Nationaltrainer Goran Perkovac erzählte, welche Woge der Emotionen bei ihm auch nach jahrelanger Tätigkeit im Handballsport noch jedes Tor auslöst. Arno Ehret, ehemaliger Trainer der Nationalmannschaften der Schweiz und Deutschlands, erinnerte sich daran, dass es nicht immer einfach war, die verschiedenen Vorstellungen und Träume der Spieler zu bündeln und daraus ein erfolgreiches Team zu machen.

Einer, dem dies in der vergangenen Saison bestens gelang, ist Martin Rubin von Wacker Thun. Er konnte den Award als «Trainer des Jahres» in Empfang nehmen. Glücklich stemmte er die Trophäe hoch und meinte: «Ich lebe für diesen Sport». Allerdings gestand er auch, dass er nie so weit gekommen wäre ohne den Rückhalt seiner Familie.

Andy Schmid von den Rhein-Neckar-Löwen verausgabte sich am Morgen noch im Training, bevor er eine dreistündige Fahrt Richtung TRAFO Baden unter die Räder nahm. Der Effort sollte sich lohnen, kam er doch als «Spieler des Jahres» in die Kränze. Nikola Portner vom BSV Bern-Muri wurde zum «Newcomer des Jahres» gewählt und war sichtlich berührt: «Ein tolles Gefühl. Das macht den Aufwand und das harte Training in der letzten Saison wieder wett.»

Aktuelle Nachrichten