Untersiggenthal
Immer mehr herrenlose Tiere brauchen ein Übergangszuhause

Bei fast 100 Tieren im Tierheim, bleibt nicht genügend Zeit, um jedem einzelnen die Aufmerksamkeit zu geben, die es braucht. Nicht nur der Platz wird immer knapper, sondern auch das Geld. Der AT erhält nämlich keine Subventionen vom Kanton.

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Noch ist dieses junge Büssi im Tierheim
10 Bilder
Diese 6 Wochen alte Kätzchen müssen noch aufgepeppt werden
Cicho aus dem Tierheim des ATs in Untersiggenthal2
Die kleinen Kätzchen sind sehr neugierig und schauen neugierig in die Kamera
Den Katzen gefällt es im liebevoll geleiteten Tierheim sehr
Obwohl das Tierheim den Katzen vieles bietet, brauchen sie ein richtiges Zuhause
Leiterin der Meldestelle Brigitta Hubeli (l
Die Tiere aus dem Tierheim warten auf ein neues Zuhause und mehr Aufmerksamkeit
Diese 12-16 Wochen alte Kätzchen suchen noch ein Zuhause
Cicho aus dem Tierheim des ATs in Untersiggenthal

Noch ist dieses junge Büssi im Tierheim

Pitbullmischling Cicho steht vor dem Gitter seines Aussengeheges und wedelt freudig mit dem Schwanz. «Cicho chum», sagt die Tierpflegerin Mjriam Diener. Auf einmal springt Cicho freudig umher. Er kann es kaum erwarten zu spielen. Doch nicht immer bekommt Cicho diese Aufmerksamkeit: «Momentan haben wir 70 Katzen, 20 Hunde, 2 Vögel und 3 Kaninchen. Da ist es einfach nicht möglich, mit Cicho den ganzen Tag herumzutoben», sagt die Mitarbeitende der Tierheimes Brigitta Hubeli.

Zu Umzugsdaten tauchen viele Tiere auf

Cicho ist seit Juni im Tierheim platziert. Man fand ihn ausgesetzt in einem Wald. «Die Zahl der Findeltiere hat in den letzten Jahren eindeutig zugenommen. Vor allem zu den Umzugsdaten im März und im Oktober tauchen viele herrenlose Tiere auf, da die Besitzer vielleicht erst am neuen Wohnort merken, dass sie keine Tiere halten dürfen», sagt Hubeli. «Auch die Verzichtsanfragen haben zugenommen», sagt Astrid Becker, Präsidentin des Aargauischen Tierschutzvereins (ATs). «Wir erhalten pro Woche mehrere Anfragen für Abgaben.»

Da der ATs eine gemeinnützige Organisation ist, erhält er keine Subvensionen vom Kanton. Das heisst, er ist abhängig von Spenden, Mitgliedschaften und Patenbeiträge. «Wir brauchen etwa eine Million Franken pro Jahr. Diesen Betrag erreichen wir nur sehr knapp. Zum Glück haben wir viele Freiwillige, die uns unterstützen», sagt Becker. Momentan hat der ATs 50 aktive Freiwillige, die regelmässig mit den Hunden spazieren gehen oder mit den Katzen schmusen.

Tag der offenen Tür

Um auf die Wichtigkeit ihrer Arbeit aufmerksam zu machen und um Neugierigen einen Einblick in ihre Arbeit zu ermöglichen, öffnet der Aargauische Tierschutzverein ATs diesen Samstag für alle Interessierten seine Türen. Ein spannendes Programm inklusive Führung, Festwirtschaft und Ballontiere erwartet die Besucher. Der Tag der offenen Tür findet am 15. September von 10 Uhr bis 17 Uhr im Tierheim an der Steinenbühlstrasse 36 in Untersiggenthal statt.

Weitere Informationen unter der offiziellen Webseite des ATs, www.tierschutz-aargau.ch