FC Baden

In Baden herrscht in Sachen Fan-Gewalt Nulltoleranz

Baden-Fans zündeln Fackeln und Knallkörper an der Seitenlinie

Baden-Fans zündeln Fackeln und Knallkörper an der Seitenlinie

Ausserhalb des Stadions schlägt die Stimmung bei einigen Fans des FC Baden oft um. Scharmützel und Übergriffe auf gegnerische Fans haben sich gehäuft: Wiederholt sorgen gewalttätige Fans des Fussballclubs für unschöne Szenen

Nach der Cup-Niederlage gegen Winterthur im Stadion Esp haben vor vierzehn Tagen rund 40 Badener Fans am Bahnhof zehn Schlachtenbummler aus Winterthur angegriffen und verprügelt. Darunter befanden sich auch Fans aus der so genannten Sirupkurve, also nahezu Kinder. Die einschreitende Polizei musste sich von den Badener Fans zudem noch heftige verbale Attacken anhören.

Vor einer Woche bot sich ein ähnliches Bild: Der FC Baden verlor zu Hause gegen den FC Schötz, was erneut zu Gewalt von Badener Fans gegen unterstützende Begleiter des FC Schötz führte. «Die Stadtpolizei registrierte einige Scharmützel», sagt Polizeichef Martin Zulauf.

Rund 12 Personen haben Stadionverbot

Gut ein Dutzend zu Gewalt neigender Fans hat im «Esp» bereits ein Stadionverbot kassiert. Dieses gilt nun auch gesamtschweizerisch. Gegen Winterthur musste die Polizei zwei Personen wegen Missachtung des Verbots verzeigen. Auch gegen Schötz verschafften sich Fans mit Stadionverbot Zugang, ausserdem musste die Stadtpolizei weitere Verbote aussprechen.

Das Fanproblem beschäftigt die Verantwortlichen beim FC Baden zurzeit wieder intensiver. «Wir schätzen zwar unsere treuen Fans, die auch viel Stimmung machen. Doch solche Negativpresse wünscht sich kein Klub», erklärt Thomi Bräm, Präsident des FC Baden. Das sei immer mit aufwändiger Arbeit verbunden. Bräm bedauert die Vorfälle vor allem auch darum, weil der Klub im Bereich Fan und Sicherheit seit drei Jahren einiges erreicht habe. M

ancher Challenge-League-Klub könnte sich da eine Scheibe abschneiden, so Bräm. Man befinde sich auf einem guten Weg und möchte nicht wieder zurückgeworfen werden. Von den jüngsten Vorfällen habe man erst am Montag erfahren. «Im Stadion lief alles friedlich und geordnet ab», konstatierte Bräm.

Drei Fan-Gruppen

Beim FC Baden gibt es die drei Fan-Gruppen «Dick und durstig», «Seelenfrieden» und «Badener Jungs». Die beiden erstgenannten Gruppen würden aus friedfertigen, treuen Fans bestehen, von denen einige den FC zusätzlich unterstützen. Auch bei den «Badener Jungs» handle es sich mehrheitlich um tolle Fans, die an den Spielen viel Stimmung machen würden, heisst es beim FC.

In diese Gruppe würden sich aber Typen einklinken, die gerne für Unruhe sorgten. Sie seien nur sporadisch an Spielen anzutreffen, wo sie sich durch Gewaltbereitschaft in Szene setzten, heisst es beim FC. «Da gibt es einzig Nulltoleranz», sagt Tony Stalder, Leiter Abteilung Liegenschaften und Stadion-Hausherr. Ein grösseres Problem wird der FC dann bekommen, wenn die Kosten für die zusätzlichen Polizeiaufgebote in Rechnung gestellt werden.

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