Die Stadt Baden löscht ab Januar in den beiden Stadtgebieten Rütihof und Allmend/Münzlishausen zwischen 1 und 5 Uhr die Strassenbeleuchtung (az vom 1.10.). Geht bei diesem Pilotversuch alles gut, so will sie das Projekt ausdehnen und bis zu 100 000 Franken pro Jahr sparen. Eine Online-Umfrage der az zeigt: 80 Prozent der Leser finden diesen Pilotversuch gut.

Da stellt sich die Frage, was die Geschäfte tun, um mit weniger Beleuchtung Energie zu sparen? Wer durch Badens Innenstadt schlendert, dem fällt auf, dass viele Geschäfte und Ladenketten ihre Logos auch am helllichten Tag leuchten lassen.

Die Ladenbesitzer sind sich durchaus bewusst, dass dies nicht unbedingt umweltbewusst ist. So auch Gabor Kovac, er hat sein Optik- und Fotogeschäft an der Badstrasse. «Mir geht es vor allem darum, dass uns die Leute schon von Weitem sehen», sagt er, «man müsste aber ausprobieren, ob man das Logo gleich gut sieht, wenn es ausgeschaltet ist.» Einen Versuch sei es wert.

Vorbildlich in Sachen Schaufenster

Kovats’ Schaufenster und das Logo bleiben von 23 Uhr abends bis 7 Uhr morgens ausgeschaltet. «Eine 24-Stunden-Beleuchtung ist unsinnig, weil nachts niemand unterwegs ist». Auch beim Manor heisst es ab 22 Uhr bis 7 Uhr «Licht aus». Nur die Reklametafeln leuchten während der ganzen Nacht. Ebenso «The Body Shop» und «PKZ» knipsen nachts für einige Stunden die Lichter mithilfe von Schaltuhren ab.

Alican Chahab, Geschäftsführer der PKZ-Filiale in der Badstrasse erklärt: «So eine Beleuchtung ist teuer. Würden wir sie in den Schaufenstern durchgehend anlassen, müssten wir 3000 bis 5000 Franken pro Jahr mehr bezahlen.» Auch die Leuchten selbst seien teuer, wenn man sie ersetzen müsse, sagt Chahab.

Dass es mehr Vandalismus und Einbrüche geben kann, wenn nachts keine Schaufenster mehr beleuchtet sind, sehen die Ladenbesitzer weniger problematisch. «Bei uns wurde eingebrochen trotz Beleuchtung in den benachbarten Geschäften», sagt Kovats. Für Einbrecher spiele die Beleuchtung wohl weniger eine Rolle. Zudem sorgen sich viele Geschäftsführer eher wegen des Vandalismus und Litterings. «Das kommt leider immer wieder vor, da nützt auch die Beleuchtung nichts», sagt Chahab.