Mellingen
In der Asylunterkunft sollen 40 Personen wohnen – dagegen sind zwei Einsprachen eingegangen

Aktuell leben 18 Personen in der kantonalen Asylunterkunft auf dem Gheid-Areal. Dereinst sollen mehr als doppelt so viele Asylsuchende untergebracht werden. Gegen das Baugesuch liegen nun zwei Einsprachen vor.

Carla Stampfli
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Gemäss Baugesuch sollen in der kantonalen Asylunterkunft im bestehenden Werkhof auf dem Gheid-Areal bis zu 40 Personen untergebracht werden. Archiv/Chris Iseli

Gemäss Baugesuch sollen in der kantonalen Asylunterkunft im bestehenden Werkhof auf dem Gheid-Areal bis zu 40 Personen untergebracht werden. Archiv/Chris Iseli

Chris Iseli

Seit Herbst 2016 betreibt der Kantonale Sozialdienst (KSD) auf dem Gheid-Areal in Mellingen eine Unterkunft für Asylsuchende. Darin wohnen derzeit 18 Personen. Ursprünglich hatte der KSD geplant, bis zu 70 Asylsuchende unterzubringen. «Im Einvernehmen mit dem Kanton haben wir die Zahl aber auf 40 reduzieren können, was ganz in unserem Sinne ist», sagte Mellingens Bauverwalter Emanuele Soldati. Die Zahl entspricht der Anzahl Wohnplätze, die der Gemeinderat in den 1960er- und 1970er-Jahren für die dazumal auf dem Gheid-Areal arbeitenden und lebenden Fremdarbeiter bewilligte.

Aufgrund der vorgesehenen intensiven Umnutzung hat der Gemeinderat ein Baugesuch verlangt. Dieses wurde von der Bischof + Neuhaus AG als Eigentümerin sowie Bauherrin eingereicht und lag bis zum 6. Februar öffentlich auf. Wie die Gemeinde nun mitteilt, sind innert Frist zwei Einsprachen gegen das Bauvorhaben eingegangen.

40

Personen möchte der Kanton in Zukunft in der Asylunterkunft in Mellingen maximal unterbringen. Ursprünglich hatte er mit bis zu 70 Asylsuchenden gerechnet.

«Die beiden Einsprecher beantragen die Abweisung des Baugesuchs», heisst es. Die Bauherrschaft habe nun die Möglichkeit, sich zu den beiden Einsprachen zu äussern. «Anschliessend wird der Gemeinderat die Einsprachen prüfen und über das Baugesuch befinden.» Wie Bauverwalter Soldati auf Anfrage sagt, soll dies Anfang April der Fall sein.

Mit den beiden Einsprachen reissen die Diskussionen um die kantonale Asylunterkunft nicht ab. Zur Erinnerung: Im Oktober 2016 hatte der Kanton die Gemeinde Mellingen vor vollendete Tatsachen gestellt. Statt mit Gemeindeammann Bruno Gretener über eine mögliche Unterbringung von Asylsuchenden zu verhandeln, wurde ihm eröffnet, dass noch am selben Tag acht Asylsuchende im Gheid-Areal untergebracht würden.

Die Sprecherin des Departements Gesundheit und Soziales erklärte die Blitzaktion damit, dass der Kanton dringend auf Plätze angewiesen sei, vor allem auf oberirdische. Eröffne sich dem Kanton eine Gelegenheit wie in Mellingen, versuche er, so bald wie möglich Asylsuchende unterzubringen.

Gemäss Bauverwalter Soldati läuft der Betrieb der Asylunterkunft seit dem Bezug im Oktober 2016 reibungslos. Die Betreuung vor Ort wird vom kantonalen Sozialdienst gewährleistet.

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