Birmenstorf
In der Nacht schmeckt der Wein noch besser

Eine Idylle wie im Bilderbuch erlebten die Besucher des siebten Rääbhüslifäschts in Birmenstorf. Am Fäscht wurden die Gemeinde und ihre Weinbauern von der spritzigen Seite präsentiert.

Daniel Poschmann
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Nachts leuchten Höhenfeuer
13 Bilder
Kinder beim Spielen
Das Tor zum Geniesserparadies
Sonnenuntergang über dem Rebberg
Voller Einsatz in der Küche
Der sonnige Rebberg von Birmenstorf
Der Festplatz mit Blick auf die Gemeinde
Das tur zu Silvia
Beizenlandschaft
Räbhüslifest in Birmenstorf
Gemütltiche Festbeiz
Mit dem oldtimer ans Fest gefahren
Besucher geniessen den schönen Abend

Nachts leuchten Höhenfeuer

AZ

Eine Idylle wie im Bilderbuch erlebten die Besucher des siebten Rääbhüslifäschts in Birmenstorf. Entlang der Weinberge schlenderten sie dem Sonnenuntergang entgegen, probierten hier einen Riesling, dort einen Sylvaner und genossen Militärkäseschnitten, Raclette oder Spiessli.

«Nach letztjährigem Besucherrekord von rund 3500 Gästen haben wir dieses Jahr einen Beizenrekord», erzählt Claude Venturini von der Weinbaugenossenschaft Birmenstorf. 23 mit Sonnenblumen oder Kerzen dekorierte Hüsli waren es, die für die vielen Besucher fast zu wenig Platz boten. Doch wer eng zusammen sitzt, lernt sich kennen – beziehungsweise lernt sich besser kennen – und so reihte sich eine gesellige Runde an die andere. Die Kinder stellten ihr künstlerisches Talent unter Beweis und verzauberten einen Teil der Strasse in ein Malatelier.

Auf die Frage, ob es heute voll sei, lachte eine Kellnerin nur. Nein, das sei normal, sagte sie, bevor sie noch rasch einen Bissen von ihrem Chnoblibrot nahm und sich wieder auf den Weg machte, um neue Bestellungen aufzunehmen. Unter den Neuankömmlingen waren auch Meggi und Bruno Schneider, die aus Mellingen mit dem Velo angereist waren. Das letzte Mal seien sie vor zehn Jahren auf dem Fest gewesen, gestanden sie. Da war es wieder an der Zeit. Allein schon wegen der unvergleichlichen Aussicht vom Rebberg ins Mittelland, schwärmte Bruno Schneider und nahm noch ein Schlückchen Wein. Den trank jeder Besucher aus seinem eigenen, am Eingang erstandenen Weinglas. So waren nicht nur die Beizlibetreiber ein wenig entlastet, sondern die Gäste hatten ein Souvenir. Das Rääbhüslifäscht findet erst wieder 2014 statt. Den Besucherrekord aus dem vergangenen Jahr hat die Weinbaugesellschaft wieder erreicht. An beiden Tagen kamen nach ersten Schätzungen rund 3500 Gäste.

Im flackernden Schein der Finnenkerzen und unter einem wolkenlosen Sternenhimmel dauerte die Feier bis spät in die Nacht. Mit ein wenig Glück erspähte der aufmerksame Beobachter auch die ein oder andere Sternschnuppe. Auf seiner Bahn um die Sonne schleuderte der Komet Swift-Tuttle wie jedes Jahr unzählige Staubteilchen zur Erde, die den Nachthimmel zum Leuchten brachten.

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