Am Erlebnisnachmittag können Kinder und ihre Eltern von 13 bis 16 Uhr Pfadiluft schnuppern. Gemeinsam macht sich die Kinderschar auf, um den Piraten Jack zu unterstützen, der eine Flaschenpost gefunden hat und nun Hilfe bei der Lösung des «Geheimnisses» braucht.

«Wir haben dafür vier Posten vorbereitet», sagt Nadine Jeppesen, die für den Schnuppertag verantwortlich zeichnet. An einem Posten basteln die Kinder einen Papagei. Denn ein Pirat ist kein Pirat, wenn er keinen bunten Vogel hat. «Den Papagei dürfen die Kinder natürlich nach Hause nehmen», betont Jeppesen. An einem anderen Posten gilt es, Geld zu verdienen. Dazu wird ein Kind, das in einer Pfadiblache liegt, von vier weiteren Kindern über eine kurze Strecke transportiert.

Geschicklichkeit und Kreativität

«Die Blache darf dabei den Boden nie berühren.» Auch an den anderen Parcoursstationen sind Geschicklichkeit und Kreativität gefragt. «Die Kinder lernen in der Pfadi, gemeinsam etwas zu erarbeiten, sich zusammenzuraufen. Man lernt fürs Leben», sagt die 21-Jährige. Das seien mitunter Werte, die den Kindern mit auf den Weg gegeben werden. Die Pfadi sei auch ein guter Ausgleich zu der von den elektronischen Medien geprägten Alltagswelt der Kinder. Denn viele hätten verlernt, ihre Freizeit sinnvoll und aktiv zu gestalten, würden vor allem gamen und chatten.

Gerne würde die Pfadi noch mehr Migrationskinder in ihren Reihen begrüssen. «Nicht alle Eltern sprechen unsere Sprache. Das macht es schwierig, sie mit Flyern zu erreichen.» Trotzdem komme es immer wieder vor, dass fremdsprachige Kinder zur Pfadi stossen. Jeppesen ist denn auch überzeugt, mit dem Angebot der Pfadi einen wichtigen Pfeiler in der Jugendarbeit zu bieten. Sie selber ist seit 14 Jahren mit Leib und Seele dabei. Und wird es gerne noch für eine Weile bleiben.

Samstag, 5. Mai, 13 bis 16 Uhr, Schnupper-Erlebnistag der Pfadi Riko Spreitenbach. Treffpunkt: Sternenplatz. Mitnehmen: Abenteuerlust, Eltern, dem Wetter angepasste Kleidung. Piraten-Café für die Eltern mit der Möglichkeit, sich zu informieren und sich mit anderen Eltern auszutauschen.