Neuenhof

In der Welt der Finanzen und Zahlen war Urs Bürgisser schon immer zu Hause

© Julia Stückelberger

Seit 40 Jahren arbeitet Urs Bürgisser in der Finanzverwaltung. Jetzt schaut er auf eine erfüllte und abwechslungsreiche Zeit zurück.

Heute feiert Urs Bürgisser als Finanzverwaltungsangestellter bei der Gemeinde Neuenhof sein 40-jähriges Jubiläum. Aufgewachsen ist Bürgisser in Ennetbaden. Als Sohn eines Wirtes würde man denken, dass Urs Bürgisser das Interesse seines Vaters teilte. Er interessierte sich aber schon immer sehr für Zahlen. Seine Lehre absolvierte er auf der Gemeindekanzlei in Lengnau. Noch vor der Rekrutenschule suchte Urs Bürgisser eine Stelle. Der Weg führte ihn nach Neuenhof. «Schon beim Vorstellungsgespräch stimmte die Chemie», sagt er. Dieses Gefühl ist auch der Grund für sein 40-jähriges Jubiläum. «Der Gemeinderat brachte uns Mitarbeitern immer Wertschätzung entgegen. Darum gab es auch nie grossen Personalwechsel in diesen 40 Jahren.» Bürgisser war insgesamt drei Chefs unterstellt und erlebte vier verschiedene Gemeindeammänner. Er schätzte das Team immer sehr.

In diesen 40 Jahren wurde es ihm nie langweilig. 1980 nahm Bürgisser erstmals an einem EDV-Kurs teil. 1987 wurde er dann zum Projektleiter EDV der Gemeinde Neuenhof ernannt. Als es zur Informatikzusammenarbeit mit der Stadt Baden kam, konnte sich Bürgisser wieder seinen Finanzen widmen. In seinem Beruf war er auch mit Problemen konfrontiert. Die geplante Fusion von Baden und Neuenhof beschäftigte ihn sehr: Er befürwortete die Fusion, da die finanziellen Probleme von Neuenhof nicht zu klein waren und immer noch sind. Der Grund dafür sei die schlechte Bevölkerungsstruktur: «In Neuenhof gibt es viele Ausländer und Menschen mit kleinem Einkommen. Nun will die Gemeinde bessere Wohnungen bauen und Neuenhof attraktiver machen.» Er übernahm auch die Lehrlingsbetreuung. Das Arbeiten mit den Jugendlichen macht ihm Spass. «Man soll die Jungen nicht bremsen. Sie kommen mit neuen Ideen.» Als Ausgleich zur Arbeit fährt Bürgisser Motorrad. Seine Liebe zu den Maschinen pflegt er schon seit seiner Jugend. «Meine Frau und meine beiden Söhne sind mir sehr wichtig – deshalb habe ich mich nie für einen Chefposten entschieden», sagt Bürgisser.

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