Baden
In Gedenken an den Gründer: Der Montag ist wieder Jazztag im «Isebähnli»

Der Verein Jazz in Baden startet am Montag mit einem Gedenk-Konzert in die neue Saison. Das Eröffnungskonzert mit dem «Mark Soskin Quartet» soll im Gedenken an Bruno Rub stattfinden, dem im Mai verstorbenen Vereinsgründer.

Beat Blaser
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Marcel Lüscher am Saxofon war schon einige Male im «Isebähnli» zu Gast. Peter Hunziker

Marcel Lüscher am Saxofon war schon einige Male im «Isebähnli» zu Gast. Peter Hunziker

Ein Konzert wie dieses hätte Bruno Rub gefallen! Mark Soskin, der langjährige Pianist des grossen Sonny Rollins, zusammen mit dem Franzosen Gildas Boclé am Bass und «unseren» beiden Roberto Bossard an der Gitarre und Elmar Frey, Brunos erklärtem Lieblingsschlagzeuger.

Die vier spielen einen Jazz, der sich nie vordrängt, der ganz beiläufig gute Geschichten erzählt, entspannt swingend und kaum spürbar auf höchstem Niveau. Das Eröffnungskonzert der Saison 2015/16 von Jazz in Baden mit dem «Mark Soskin Quartet» soll im Gedenken an Bruno Rub stattfinden, dem Gründer und langjährigen Präsidenten des Vereins Jazz in Baden. Im Mai ist Bruno Rub verstorben.

Ab 1980 half er mit Konzerten in Baden, die damalige Schweizer Jazzwüste zu begrünen. Gutschweizerisch wurde ein Verein gegründet (mit juristischer Hilfe des ebenfalls vor kurzem verstorbenen Peter Blöchlinger) und seither gibt es Jazz in Baden, immer montags, dreissigmal im Jahr zwischen Oktober und Mai. Mittlerweile seit gut zwanzig Jahren im Stadtbistro «Isebähnli» an der Bahnhofstrasse.

Das Rezept der Konzerte hat sich in all den Jahren kaum verändert und ist doch immer noch aktuell: Die Musik soll ein hohes Niveau haben, der Eintrittspreis aber und die Hemmschwelle, das Lokal zu betreten, müssen tief sein, Jazz für jedermann/-frau also. Dass ein kühles Bier zur heissen Musik gehört, versteht sich von selber, und gegen den allfälligen Hunger gibt’s die mittlerweile legendären «Isebähnli»-Spaghetti nach René Felders Originalrezept.

Ein Begriff in der Jazzszene

Der Jazzort «Isebähnli» hat sich in all den Jahren als einen der wichtigen im Konzertkalender etabliert. Erstens für die Musikerinnen und Musiker: Jazz muss auf der Bühne stattfinden, im Austausch mit einem aufmerksamen Publikum, und genau das haben sie hier. Es sind wenige Künstler in der Schweiz, die etwas zu sagen haben, und die nie bei «Jazz in Baden» gespielt haben. Und zweitens fürs Publikum: Hier kann die Jazzhörerin, der Jazzliebhaber die jungen Leute kennen lernen, aber auch die gestandenen Kräfte mit ihrem derzeitigen «State of the Art» wieder hören.

Neue Bands wie «The Great Harry Hillman» oder die Pianistin Marie Krüttli, etablierte Musiker wie Bänz Oester, oder Stars wie das New Yorker Paar Sylvie Courvoisier und Mark Feldman machen zu Beginn der Saison ihre Aufwartung im «Isebähnli». Eröffnet wird die neue Saison am nächsten Montagabend. Von da an geht es im Wochentakt weiter mit Musik bei «Jazz in Baden». Pünktlich um 20.15 geht das Bühnenlicht jeweils an, die Musiker machen sich bereit, die Aufmerksamkeit erhöht sich – it’s Jazz Monday!

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