Killwangen
In Killwangen treten alle Gemeinderäte ab

Die Dorfposse hat ein Ende: Alle Killwangner Gemeinderäte haben ihren Rücktritt angekündigt. Seit Monaten herrscht zwischen Gemeindeamman Biasca und ihren vier Kollegen massiver Ärger.

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Statt zu regieren haben sich die fünf Gemeinderäte während Monaten bekriegt. Wegen der bestehenden Differenzen haben jetzt alle Gemeinderatsmitglieder Killwangens ihre Demission eingereicht. Der Kanton Aargau hat die Rücktrittsgesuche bewilligt.

Damit ist der Weg frei für Neuwahlen. Im Gemeinderat Killwangen herrschen seit Anfang August erhebliche Spannungen. Auslöser war ein heute noch laufendes Strafverfahren wegen Amtsgeheimnisverletzung gegen den Gemeindeammann.

Da die ordnungsgemässe Ratstätigkeit nicht mehr gewährleistet war, musste der Kanton die Gemeinderäte bei der Hand nehmen.

Mit den Beteiligten sind seitens der Gemeindeabteilung des Kantons Aargau verschiedene Gespräche geführt und mögliche Lösungswege skizziert worden.

Dabei hat sich gezeigt, dass die vier Gemeinderäte nicht mehr mit dem Gemeindeammann zusammenarbeiten wollen. Die Vertrauensbasis ist nicht mehr vorhanden.

Mittlerweile haben alle fünf Gemeinderatsmitglieder ihre Demission eingereicht. Der Kanton hat die Rücktrittsgesuche bewilligt. Damit ist der Weg für eine politische Lösung mit Neuwahlen frei.

Bis zum Wahltermin wird dem Gemeinderat ein Coach zur Seite gestellt, der für einen ordnungsgemässen Ablauf der Sitzungen zu sorgen hat. Die Aufgaben des Coach nimmt Franz Nebel, Personalfachmann und Gemeindeammann von Bad Zurzach, wahr.

Der Termin für die Neuwahlen wird vom Bezirksamt Baden festgelegt. (ZVG/cbk)