In der Käserei Künten wird der Käse noch traditionell, das heisst ohne Silomilch, hergestellt. 270 Käselaibe werden pro Tag produziert.

Dass es die kleine Käserei als einzige im Aargau noch gibt, hat sie dem rebellischen Inhaber Sepp Brülisauer zu verdanken. 

Bis 1995 schrieb der Staat nämlich vor, welche Käsesorten produziert werden. «Die Käsesorten wurden früher von der Käseunion gesteuert», so Brülisauer gegenüber «TeleM1». Die Käser durften keine eigenen Sorten entwickeln. Sepp Brülisauer hat dies trotzdem getan. «Wir waren früher eine wilde Käserei. Uns hatte man vor 20 Jahren nicht so gern.» 

Das sie machte, was andere nicht machen wollten, war schlussendlich das Erfolgsrezept für die Käserei Künten. 

Weil sie eigene Käsesorten entwickelte, musste die Käserei zwar Bussen zahlen - für jede eigene Käsesorte 1500 Franken. Nach der Liberalisierung des Käsemarkes hatte sie aber einen Vorsprung gegenüber anderen Käsereien. (ldu)