Nicht nur die Setzlinge, sondern auch die Besucher und die Verantwortlichen der Jugendarbeit Wettingen hätten sich über ein paar Sonnenstrahlen gefreut. Doch das gute Wetter liess zum Auftakt des Projektes «Garten Jeden – Aus der Kiste in die Küche» auf sich warten. Diejenigen, die sich trotz niedrigeren Temperaturen und fehlenden Sonnenstrahlen auf dem Rathausplatz einfanden, wurden jedoch nicht enttäuscht: Das Kollektivpflanzen von Erdbeeren über Karotten und Tomaten bis hin zu Zucchetti macht auch so Spass. Insbesondere wenn dazu noch für gute Musik – von Dino Brandão alias Frank Powers – und feines, warmes Essen und Trinken gesorgt ist.

25 hölzerne Gemüsekisten wurden an diesem Nachmittag von den kleinen und grossen Besuchern und Bewohnern mit insgesamt 36 Gemüsesorten bepflanzt und stehen nun an unterschiedlichen Standorten in ganz Wettingen. Jede Kiste ist mit einem Täfelchen samt QR-Code versehen. Liest man diesen mit dem Handy ein, kann man nachlesen, was in den Kisten angepflanzt ist und wann das Gemüse geerntet werden kann. Dank zusätzlich angegebenen Rezeptvorschlägen steht dann auch einem gelungenen Essen nichts mehr im Weg.

«Wir sind mit dem Projekt durchwegs auf gute Resonanz gestossen», sagt Projektleiterin Mirjam Strub. «Die Zahl von den ursprünglich geplanten sechs Paten hat sich bis jetzt verdoppelt», freut sie sich. Mit «Paten» sind hier Firmen, Institutionen und Familien gemeint, die sich übers Jahr um die Bewirtschaftung der Gemüsekisten sorgen und die Ernteprodukte den Bewohnern zur Verfügung stellen.

Auf die Hilfe von Paten angewiesen

So hat etwa die Stiftung Arwo zehn Kisten unter ihrer Obhut. Jungwacht/Blauring kultiviert vier Kisten und bringt damit Kindern und Jugendlichen näher, wie schön es sein kann, Pflanzen und Gemüse zu setzen und zu bunten Stadtoasen gedeihen zu sehen. Essen verbindet, und das Thema Nachhaltigkeit und Bewusstsein für das, was wir essen und woher es kommt, scheint ein Thema mit wachsender Begeisterung zu sein. Die fünf Mitglieder der Jugendarbeit, die sich um das Projekt «Garten Jeden» kümmern, werden nebst der tatkräftigen Hilfe der Paten auch von der Gesundheitsförderung Schweiz finanziell unterstützt. Für das Know-how zur Bepflanzung von Mischkulturen wurden Profis vom Klostergarten herbeigezogen.