Baden

«Inox Live» eröffnet im Royal die neue Konzertsaison

Florian Brändli und Nico Schulthess verraten, welches die Highlights der «Inox Live» Konzertreihe sind.

Die Nebelmaschine hüllt den Basler Musiker Octanone in undurchsichtigen Dampf ein, während er auf seinem Instrumentarium Loops generiert und so lange übereinander abspielt, bis der Sound zum Orkan anschwillt. Über den rhythmisch-archaischen Synthie-Pop, den er kreiert, singt er eigenwillige Mundarttexte. Noch sphärischer wird die Atmosphäre im Royal beim Auftritt von «Verveine», einer in Brüssel lebenden Waadtländerin, die mit ihrem eleganten und doch spannungsgeladenen Elektrosound internationale Erfolge feiert. Umgeben von unzähligen Kabeln, die wilde Lockenmähne tief im Gesicht, hebelt sie an Knöpfen und erzeugt eine Klangwelt, die einem in Trance versetzt.

Kontakte rund um den Globus

Florian Brändli und Nico Schulthess, zwei der Drahtzieher bei der Badener Konzertreihe «Inox Live» sind mit dem Saisonstart zufrieden und sagen: «Unser Ziel ist es, hochkarätige Acts auf die Bühne zu bringen. Einige der Auftretenden stehen am Anfang ihrer Karriere, andere haben sich bereits etabliert.» Wie zum Beispiel Sophie Hunger, die am 29. Januar 2016 im Nordportal performt und eines der Highlights auf dem Programm 2015/2016 von «Inox Live» ist. Aber auch Tim Vantol aus Holland, Folkrocker mit Punkattitüde, der am 15. Oktober im neuen Badener Jugendlokal Werkk gastiert, oder Dub Spencer & Trance Hill, die Dub-Reggae-Band, welche am 17. Oktober im Royal auftreten, sind einen Besuch wert. Früher fanden die Gigs ausschliesslich in den Stammlokalen Ventil (heute Kiste) und später im Merkker statt, 2014 erweiterte man das Konzept. Seither werden alle Badener Bühnen bespielt. «Wir wollen die Künstler, die wir buchen in einem für sie, ihren Musikstil und ihren Bekanntheitsgrad perfekten Rahmen präsentieren. Sei das im Nordportal mit 800 Plätzen oder in der kleinen intimen Cava Bar», sagt Schulthess dazu.

Hinter der Konzertreihe «Inox Live» steht der Verein Pro Inox, welcher von der Stadt Baden und dem Aargauer Kuratorium Subventionen erhält und den Auftrag hat, Live-Musik vor Ort zu fördern. «Wir besuchen regelmässig internationale Festivals und haben mittlerweile Kontakte zu Agenten rund um den Globus», erzählen Schulthess und Brändli, die beide versierte Musiker sind. Baden sei ein sehr lebendiges Pflaster, was Kultur angehe, bestätigen die Zwei. Dass dem Royal der Mietvertrag auf Sommer 2016 gekündigt wurde, können sie nicht akzeptieren. «Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass dieses Haus trotzdem als Kulturlokal weitergeführt wird und werden uns dafür auch mit allen Mitteln einsetzen.»

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