Spreitenbach

Ins Spreitenbacher Schulhaus Hasel wird ein Sparschwein einziehen

Nachdem er sein Schulhausprojekt erfolgreich durchgebracht hatte, wurde Gemeinderat Peter Muntwyler (links) von Gemeindeammann Valentin Schmid verabschiedet. DM

Nachdem er sein Schulhausprojekt erfolgreich durchgebracht hatte, wurde Gemeinderat Peter Muntwyler (links) von Gemeindeammann Valentin Schmid verabschiedet. DM

Das Schulhaus Hasel wird saniert und ausgebaut. Dazu kommen zwei Kindergärten und eine Doppelturnhalle. Das hat die Gemeindeversammlung beschlossen.

Wer die Turnhalle Boostock betrat, um an der Gemeindeversammlung teilzunehmen, wurde von den Schülerinnen Ela Turkmen und Helin Eskijur empfangen. Sie hielten Kartontafeln in den Händen auf denen stand «Für die neue Schule, Ja». Ihre Mutter und ihre Grossmuter Sanic Temurtas verteilten Schokolade. So machten sie Werbung für den Baukredit: mit Erfolg, wie die spätere Abstimmung zeigte.

Mit ihrem Engagement für das Schulhaus Hasel setzte Ela Turkmen ihre vor anderthalb Jahren gestartete Aktion fort. Damals übergab die Zweitklässlerin Gemeindeammann Valentin Schmid ihr Sparschweinchen, mit den Worten: «Wir brauchen ein gutes Schulhaus.» Nachdem die Versammlung den Baukredit genehmigt hatte, versprach Gemeinderat Peter Muntwyler: «Das Sparschwein wird einen schönen Platz im Schulhaus erhalten», und übergab es seinem Amtsnachfolger Markus Mötteli.

Ortsbürger heizen das Schulhaus

Die Versammlung genehmigte 25,79 Millionen Franken für die Sanierung und die Erweiterung des Schulhauses Hasel. Gemeinderat Peter Muntwyler erläuterte der Versammlung das Projekt. Unter anderem wird die Zahl der Klassenzimmer auf 24 verdoppelt. Dazu kommen mehrere Gruppen- und Spezialräume sowie bergseits des Gebäudes zwei Kindergärten.

Die bestehende Turnhalle wird zur Doppelturnhalle erweitert. Die künftige Schulanlage soll mit Holz aus dem Spreitenbacher Wald beheizt werden. Diese Aufgabe will die Ortsbürgergemeinde als Energie-Contractor übernehmen. Das heisst, sie planen, bauen und betreiben die Heizung.

Sie hat am 26. November einen Baukredit von 1,687 Millionen Franken für eine Heizung, basierend auf Holz und Gas bewilligt. Wärme soll auch an die Liegenschaften Schleipfe der Eisenbahnergenossenschaft geliefert werden. Die Verhandlungen sind im Gange.

Steuerfuss bleibt 101 Prozent

Das Budget 2014, mit einem gleich bleibenden Steuerfuss von 101 Prozent, wurde angenommen. Auf Antrag der SVP wurde der Beitrag von 1200 Franken an die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) daraus gestrichen. «Damit werden wir auch aus der Skos austreten», ergänzte Vizeammann Stefan Nipp. Mit ihrem Antrag, den Beitrag von 20 000 Franken an die IG Limmattalbahn zu streichen, unterlag die SVP.

Dasselbe galt für ihre Vorstösse, den Beitrag an das «Projet Urbain» zu streichen. «Wir werden ihnen an der kommenden Gemeindeversammlung Abrechnungen zum «Projet Urbain» unterbreiten», sagte Gemeindeammann Schmid. «Projet Urbain» ist ein weitgehend von Bund und Kanton finanziertes Projekt. Es untersucht und fördert die Entwicklung von städtisch geprägten Gebieten, wie dem Langäckerquartier.

Abschied von Peter Muntwyler

Zum Schluss der Versammlung wurde Gemeinderat Peter Muntwyler (parteilos) verabschiedet. Er scheidet nach einer Amtsperiode aus der Behörde aus. Muntwyler, der das Forstrevier Heitersberg leitet, begründet seinen Verzicht mit der starken zeitlichen Belastung durch Beruf und Politik. Während seiner Amtszeit hat er die Realisierung der Schulanlage Hasel vorangetrieben.

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