Baden
Internationale Normen für Konzernabschluss bieten Vergleichsmöglichkeiten

Die Stadtcasino Baden AG hat beschlossen, ihre Konzernabschlüsse ab 2013 nach internationalen Normen (IFRS) zu verfassen. Die Norm erlaubt es Finanzmarktteilnehmern, den Konzernabschluss besser mit anderen Unternehmen im In- und Ausland zu vergleichen.

Jérôme Jacky
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Das Grand Casino Baden gehört zur Stadtcasino Baden AG.

Das Grand Casino Baden gehört zur Stadtcasino Baden AG.

Walter Schwager

Bis 2012 wurde der Konzernabschluss der Stadtcasino Baden AG nach den gesetzlichen Vorschriften des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) verfasst. Nun hat der Verwaltungsrat der Gruppe beschlossen, ab 2013 nicht mehr die Normen des OR anzuwenden, sondern die Rechnungslegung der Konzernrechnung auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) umzustellen. Die Spielbanken, die zur Stadtcasino Baden Gruppe gehören, müssen gemäss Verordnung schon länger die internationalen Normen für die Rechnungsführung verwenden.

«Im Vergleich zu den OR-Richtlinien, die einem Konzern viele buchhalterische Freiheiten lassen, sind die IFRS-Normen viel enger gefasst», sagt Marcel Tobler, Finanzvorsteher der Stadtcasino Baden AG. Die neue Norm erlaube es Finanzmarktteilnehmern, den Konzernabschluss der Gruppe besser zu messen und mit anderen Unternehmen im In- und Ausland zu vergleichen. Der Entscheid, die Konzernrechnung nach den internationalen Normen zu verfassen, steht auch in Zusammenhang mit den Konzessionsbemühungen in Vaduz und Wien. In Wien hat die Gruppe 2013 eine Konzessionsbewerbung für ein Casino im Palais Schwarzenberg eingegeben. Der Entscheid steht aber noch aus.

Weiter teilt die Stadtcasino Baden AG mit, dass die eidgenössische Steuerverwaltung der Klassifizierung von Reserven über 5.4 Millionen als Kapitaleinlagereserven zugestimmt hat. Dividenden, die aus diesen Reserven ausbezahlt würden, müssten von den Privatanlegern mit Wohnsitz in der Schweiz nicht versteuert werden. Ob die diesjährige Dividende der Gruppe aus den Kapitaleinlagereserven ausbezahlt wird, muss vom Verwaltungsrat noch beschlossen und von der Aktionärsversammlung abgesegnet werden. Die Generalversammlung findet am 11. Juni in der Trafohalle statt.