Wettingen
Investitionen lassen das Trinkwasser teurer werden

Neubauten haben für Geschäftsleiter Peter Wiederkehr eine grosse Bedeutung. Das Elektrizitäts- und Wasserwerk Wettingen (EWW) erstellt momentan sein künftiges Betriebsgebäude im Fohrhölzli. 2013 beginnen die Bauarbeiten für das Grundwasserpumpwerk Tägerhardwald und das Reservoir Birch.

Dieter Minder
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Zusammen mit Neuenhof und Würenlos erstellt das EWW im Tägerhardwald ein Grundwasserpumpwerk. Gleichzeitig will es das Reservoir im Eigi ersetzen und die Quellfassungen sanieren. Die über mehrere Jahre laufenden Investitionen der Wasserversorgung, rund 15 Millionen Franken, müssen über Gebühren finanziert werden. Deshalb wird der Wasserpreis per 1. Januar von 90 Rappen auf 1.30 Franken pro Kubikmeter erhöht.

Die Grundgebühr wird von jährlich 60 auf 84 Franken erhöht. «Das bringt uns Mehreinnahmen von rund 800000 Franken pro Jahr, womit wir die Investitionen finanzieren können«, sagt Wiederkehr. Im Rechnungsjahr 2013 werden von den 15 Millionen Franken für die Neubauten der Wasserversorgung rund 5 Millionen verbaut. Das Grundwasserpumpwerk Tägerhardwald liegt auf dem Gemeindegebiet von Würenlos. Die Baukredite haben die drei Gemeinden genehmigt. Jetzt müssen sie noch den Gemeindevertrag gutheissen. Im Einwohnerrat ist er am 18.Oktober traktandiert.

Der elektrische Strom wird teurer

Im Bereich Elektrizitätsversorgung sind 2013 Investitionen von rund 1,8 Millionen Franken vorgesehen. «Das kommunale Netz ist in einem guten Zustand, grössere Ausbauten sind nicht mehr nötig», sagt wiederkehr. Trotzdem wird der Strompreis leicht ansteigen. Die Axpo hat ihren Preis um 0,5 Rappen pro Kilowattstunden (kWh) erhöht. «Das AEW, Kunde der Axpo und unser Lieferant, gibt den Aufschlag weiter.» Weil ihn das EWW auch nicht selber bezahlen kann, müssen die Kundinnen und Kunden in die Tasche greifen. «Im Durchschnitt dürfte der Strompreis um etwa zwei Prozent steigen», sagt Wiederkehr. Davon ausgenommen sind die grossen Betriebe, «Für sie waren die Strompreise bisher an der oberen Grenze.»

Mit dem Wechsel ins neue Betriebsgebäude, im Herbst 2013, wird das Verwaltungsgebäude an der Landstrasse an die Gemeinde übergehen. Dafür wird das EWW von dieser mit 10,9 Millionen Franken entschädigt. Mit dem Geld erstellt das EWW das Betriebsgebäude. Die Gegenbuchungen sind im Budget 2013 der Gemeinde aufgeführt.

Der Stellenplan, mit 24 Stellen, wird nicht verändert. Die Lohnsumme dürfte um 1 Prozent steigen. Erstmals wurde das Budget nach dem Harmonisierten Rechnungsmodell 2 (HRM 2) erstellt. Dieses wird ab 2014 in allen Gemeinden eingeführt.

Einwohnerratssitzung 18. Oktober, 19 Uhr, Rathaussaal.

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