Baden
Investitionen von 26,7 Mio. Franken liessen sich nicht ganz decken

Die Rechnung 2012 der Stadt Baden schloss mit einem Überschuss von 23,4 Mio. Franken. Bei 26,7 Mio. Nettoinvestitionen fehlten somit 3,3 Mio. Franken. Budgetiert waren 42 Mio. Franken Investitionen und ein Fehlbetrag von 19 Mio. Franken.

Roman Huber
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Der Neubau im Alterszentrum Kehl wurde verschoben.

Der Neubau im Alterszentrum Kehl wurde verschoben.

EMANUEL PER FREUDIGER

Wenn auch die Investitionssumme nach einer regelrechten Flaute wieder angestiegen ist, konnten eihnige der angestrebten Projekt aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden. Das Budget 2012 ging von einem Finanzierungsfehlbetrag von 19 Mio. Franken aus, dies aufgrund der hohen budgetierten Nettoinvestitionen von 42 Mio. Franken. Die beiden Grossprojekte Alterszentrum Kehl (5.8 Mio.), vom Einwohnerrat im Januar 2013 genehmigt) sowie die Sanierung der Lehrschwimmhalle Burghalde (Anteil 2012 4.5 Mio. Franken, durch Einsprachen verzögert) konnten 2012 nicht realisiert werden. Wie im Finanzplan 2013 bis 2016 dargestellt, nimmt die Investitionstätigkeit in den folgenden Jahren wieder stark zu.

Die Steuereingänge erreichten die budgetierten Zahlen nicht. Insbesondere bei den Aktiensteuern wurde der Budgetbetrag verfehlt. Dank guter Abteilungsabschlüsse und weil noch einiges Geld aus den Rückstellungen der WOV-Kasse entnommen werden konnte, liegt der Überschuss der laufenden Rechnung aber praktisch auf dem Budgetwert. Von 19 Abteilungen erreichten 15 positive Abweichungen, 4 Abteilungen weisen negative Budgetabweichungen aus. Die bereinigte Budgetabweichung der Produkterechnung beträgt minus 2 Mio. Franken, vor allem bedingt durch die negative Budgetabweichung Steuern von minus 4.3 Mio. Franken. Der Gesamtsaldo der WOV-Rückstellungen (Reserven der wirkungsorientierten Verwaltungsführung) reduzierte sich 2012 von 15.2 Mio. auf 11.9 Mio. Franken.

Die Einwohnergemeinde Baden inklusive Eigenwirtschaftsbetriebe hat im Jahr 2012 Investitionsausgaben von CHF 28.5 Mio. vorgenommen. Nach Abzug der Investitionseinnahmen von 1.8 Mio. Franken betragen die Nettoinvestitionen 26.7 Mio. Franken. Der Überschuss der laufenden Rechnung beträgt 23.4 Mio. Franken und reicht nicht ganz zur Deckung der Nettoinvestitionen, es resultiert ein Finanzierungsfehlbetrag von rund 3.3 Mio. Franken. Das entspricht einem Selbstfinanzierungsgrad von 88,6 Prozent (Budget: 54,8%). Die budgetierten Steuererträge konnten vor allem bei den Aktiensteuern nicht erreicht werden. Gesamthaft wird das Steuerbudget um CHF 4.3 Mio. verfehlt. Auch beide Eigenwirtschaftsbetriebe Abwasser und Abfall zeigen Finanzierungsfehlbeträge auf. Im Eigenwirtschaftsbetrieb Abwasser wurden 1.2 Mio. Franken investiert. Die Kanalisationsanschlussgebühren betragen 0.9 Mio. Franken, somit resultiert ein Finanzierungsfehlbetrag von 300000 Franken. Beim Abfall zeigt sich ein Fehlbetrag von 30000 Franken. Die Verpflichtungen der Einwohnergemeinden gegenüber den Eigenwirtschaftsbetrieben konnten leicht abgebaut werden.

Das im letzten Jahr erstmals erzielte Nettovermögen pro Einwohner reduzierte sich leicht von 942 auf 764 Franken . Der Mittelwert des Nettovermögens aller Aargauischen Gemeinden betrug 2011 49 Franken pro Einwohner.

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