Baden
Investitionsschub in Baden: Die Stadt will 2012 42 Millionen ausgeben

42 Millionen Franken sollen 2012 in Baden in verschiedene Projekte investiert werden, deutlich mehr als zuletzt. Die Schulden werden damit wieder steigen. Stadtamman Stephan Attiger ist deswegen nicht beunruhigt. Der Steuerfuss bleibt gleich.

Roman Huber
Drucken
Teilen

Badens Finanzhaushalt sieht einer strengen Zeit entgegen. Auf der einen Seite steigen die gebundenen Beiträge, die der Kanton fordert oder die er vom Bund verordnet bekommt und weitergibt.

Stadtammann Stephan Attiger betont, dass es sich dabei um jährlich wiederkehrende Ausgaben handle. Um 3 auf 8,2 Millionen Franken steigt der Beitrag ans Spitaldefizit, um 1,7 auf 2,7 Millionen Franken der Kostenanteil für die Krankenpflege. Um 0,8 auf 4,9 Millionen Franken der Besoldungsanteil bei den Schulgeldern, um 300'000 auf 5,4 Millionen Franken der Beitrag an den öffentlichen Verkehr. Zudem bezahlt die Stadt Baden im Jahr 2012 neu 7,2 Millionen Franken in den Finanzausgleich. Auf der andern Seite steigen auch die Kosten für städtische Aufgaben.

Die grössten Posten beim Investitionsbudget sind 10 Millionen Franken an das Stiftungskapial für die Wohnbaustiftung sowie der Unterhalt von Strässen und Plätzen.

Gegen 100 Mio. für Schulbauten

Im Investitionsbereich kommen mehrere Grossprojekte auf die Stadt zu. Allein im Schulbereich werden bis 2020 zwischen 80 und 100 Millionen Franken in Bauten investiert. Daneben erfordern Verkehrsprojekte viel Geld: das Verkehrskonzept Zentrum, die Neugestaltung des Schulhausplatzes, bauliche Massnahmen an der Mellingerstrasse sowie bei der Schadenmühle.

Mit dem Umbau und der Sanierung des Kurtheaters steht ein weiterer grosser Brocken an. Darüber hinaus stehen Investitionen an, die im Zusammenhang mit den Vorhaben im Bäderquartier stehen. Des Weiteren figurieren Einzelprojekte im Investitionsplan wie die Sanierung der Unteren Halde 5 und 7 und anderer Liegenschaften, das Jugendkulturlokal in der Alten Schmiede, die Entschuldung des Alterszentrums Kehl, der Beitrag ans Wettinger Tägi und mehr.

Zuversichtlicher Stadtammann

Die Stadt wird dafür 19 Millionen Franken aufnehmen müssen, 23 Millionen finanziert sie aus der eigenen Tasche. Dennoch blickt Stephan Attiger keineswegs beunruhigt in die Zukunft: «Wir sind solid unterwegs und haben genügend Reserven», sagt der Stadtammann. Die Steuern sprudeln nach wie vor auf stolzem Niveau, was Attiger primär der Standortattraktivität zuschreibt. Mit ABB, Alstom und Axpo als bedeutende Unternehmen im Energiesektor sowie weiteren namhaften Firmen sei ein beträchtliches Steuersubstrat vorhanden. Der Steuerfuss soll denn auch unverändert bei 95 Prozent bleiben.

Eine Selbstfinanzierung von 23 Millinen Franken (2012) sei nach wie vor sehr gut, sagt Attiger. Bei Investitionen um 42 Mio. Franken wird der Grad der Selbstfinanzierung trotz Reserven klar unter das Finanzziel von 100 Prozent sinken. 2011 betrug er noch 140 Prozent. Die Schulden – seit 2007 um über 50 auf 100 Mio. Franken reduziert – werden in den nächsten Jahren ansteigen.

Aktuelle Nachrichten