Botta-Bad
Investor ist überzeugt: «Dieses Bad wird florieren wie kein anderes!»

Es geht vorwärts mit dem Bäderquartier: Benno Zehnder von der Verenahof AG ist denn auch so zuversichtlich wie noch nie: «Dieses Bad wird florieren wie kein anderes in der Schweiz, das Bad hat derart viele Vorteile gegenüber allen anderen Bädern.»

Drucken
Teilen
Benno Zehnder ist vom Erfolg seines Projektes überzeugt.

Benno Zehnder ist vom Erfolg seines Projektes überzeugt.

Zur Verfügung gestellt

Benno Zehnder, seit acht Jahren planen Sie im Bädergebiet den grossen Wurf und wurden immer wieder zurückgeworfen. Haben Sie den Bettel noch nie hinschmeissen wollen?

Benno Zehnder: Doch. Es gab zermürbende Auseinandersetzungen, nach denen auch solche Gedanken aufgekommen sind. Die haben sich aber rasch zerstreut und ich bin nach wie vor hoch motiviert.

In den vergangenen anderthalb Jahren schien es beim «Verenahof» zu harzen. Warum?

Zur Person

Im Jahr 2006 hat Benno Zehnder die Verenahof AG übernommen. Die Planung des neuen Thermalbades und weiterer Projekte läuft seit acht Jahren.

Waren diese Einwände nicht voraussehbar? Ich denke an die Dachlandschaft und die Botta-Kuppel.

Nicht nur, die Stadt Baden machte uns grössere Auflagen wie der Denkmalschutz. Zudem wurde die meisten Punkte im im Konjunktiv diskutiert. Das führte bei uns und beim Architekturbüro von Mario Botta zu einer Planungsunsicherheit. Zudem kann ein derartiges Projekt nicht mit derartigen vielen «Ja aber» realisiert werden.

Botta haben Sie ja an Bord halten können.

Zum Glück. Hätten wir einen andern Architekten mit dem «Verenahof» beauftragen müssen, wären wir zeitlich noch stärker zurückgeworfen worden.

Jetzt ist die Lösung mit der Stadt gefunden, und trotzdem ist die Baueingabe erst auf Frühjahr/Anfang Sommer 2015 vorgesehen. Warum diese Verzögerung?

Wir haben die Planungsverzögerung genutzt, um bei den Baufeldern 1 (Thermalbad) und 2 (Wohn-Ärztehaus) die Detailprojektierung voranzutreiben. Damit erzielen wir eine höhere Plangenauigkeit und damit Kostensicherheit. Das wiederum beschleunigt das Baubewilligungsverfahren und wir können bereits einige Arbeiten vergeben. So holen wir die verlorene Zeit wieder herein.

Es kursieren Gerüchte, dass auch die Klinik Hirslanden an diesem Standort interessiert sei?

Wir pflegen regelmässig persönlichen Kontakt mit der Klinik Hirslanden. Es ist so, dass man dort interessiert ist, mit einem Bereich im Bäderquartier Fuss zu fassen. Das wäre im Ärztehaus durchaus denkbar.

Die Verenahof AG ist Investorin und bleibt Eigentümerin. Sie liebäugelten aber auch einmal mit dem Investorenmodell, bei dem Sie die CS Real Estate Fund Hospitality an der Angel hatten.

Das ist richtig. Das Investorenmodell bringt allerdings hohe Renditevorstellungen mit sich. Darum und wegen der Planungsunsicherheit kam diese Lösung nicht zustande.

Im Herbst 2018 ist die Einweihung geplant. Wird dann im Mättelipark eine «Benno Zehnder»-Statue aufgestellt?

Sicher nicht. Ich habe hier in den Bädern eine Herausforderung angenommen, die ich mit Leidenschaft angenommen habe und nun zu Ende führen will. Danach wird der Zehnder wieder von der Bildfläche verschwinden. Es geht um das Bad und keine Personen.

Sehr bescheiden, Herr Zehnder. Doch was wäre, wenn Sie tatsächlich den Bettel hingeschmissen hätten?

Ich wüsste nicht, wer sich nach einem solchen Fiasko als Investor noch ins Badener Bäderquartier wagen würde. Das Quartier würde ob kurz oder lang zum Schandfleck der Stadt Baden.

Die Zukunft ist jetzt eine andere. Baden bekommt wieder ein öffentliches Thermalbad. Wo wird dieses im Vergleich zu stehen kommen?

Ich bin überzeugt: Dieses Bad wird florieren wie kein anderes in der Schweiz, das Bad hat derart viele Vorteile gegenüber allen anderen Bädern. (-rr-)