Von den Gegnern wurde mehrfach verlangt, dass das Projekt aufgeteilt werde, in die Sanierung des bestehenden Teiles und den geplanten Neubau einer Eishalle mit Mehrzwecknutzung. Da beide eine technische und bauliche Einheit bilden, sei dies nicht möglich.

Der bestehende Anlagenteil mit Hallenbad, Kongressasal und Restaurant soll zu einem grossen Teil mit der Abwärme der Eisanlage beheizt werden. Damit ist die von den Gegnern verlangte Aufteilung des Kredites nicht möglich. Würde aus Kostengründen auf die Eishalle verzichtet, bliebe ein amputiertes Tägi übrig.

Als einziger der Gegner vertrat Einwohnerrat Leo Scherer eine klare Linie, er will nur dann eine Eisbahn bauen, wenn das Eis ganz aus erneuerbarer Energie hergestellt wird. Für die Befürworter sprechen neben der Einheit des Geschäftes vor allem auch das Bedürfnis der Sportler und der Familien für die Eisanlage.

Der Vorwurf, es würde zuviel Geld ausgegeben, wurde von den Befürwortern mehrfach zurückgewiesen. Das in einem rund 7-jährigen mehrstufigen Verfahren erarbeitete Projekt Moraillon bestehe nur noch aus den nötigen Elementen. Mehrfach betont wurde, dass die Gemeinde mit dem Projekt eine Anlage ihrer Bevölkerung modernisiere, so wie vor 40 Jahren das Tägi als Anlage für die Bevölkerung von Wettingen erstellt wurde.

Finanziell unterstützt wird die Gemeinde Wettingen auch durch die Gemeinden der Planungsgruppe Baden Regio. Davon hat die Stadt Baden 5 Millionen in Aussicht gestellt und weiteren Gemeinden insgesamt 2 Millionen Franken. Weil der Kanton Interesse an einer Eis- und Mehrzweckhalle hat, hat er ebenfalls einen Beitrag zugesagt.

Am 23. September müssen die Wettinger nun über den Projektierungskredit von 5,72 Millionen Franken abstimmen. Falls sie diesen und voraussichtlich im Frühjahr 2014 dem Baukredit zustimmen, kann das neue Tägi 2018 eröffnet werden.