Wohlen
Italienischer Künstler malt den kalten Norden heiss

Cesare Mirabella stellt unter dem Motto «Der Blick nach Norden» im Gemeindehaus aus. Er ist ein Meister darin, starke Licht- und Farbeffekte zu erzeugen. Organisiert wurde die Ausstellung von der Kulturkommission, deren Präsidentin an der Vernissage verabschiedet wurde.

Dominique Bitschnau
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Der italienische Künstler Cesare Mirabella bringt in den Bildern seine vielen Reisen in den Norden zum Ausdruck. Dominique Bitschnau

Der italienische Künstler Cesare Mirabella bringt in den Bildern seine vielen Reisen in den Norden zum Ausdruck. Dominique Bitschnau

Dominique Britschnau

Bereits zum vierten Mal hat die Kunstkommission in Wohlen den italienischen Künstler Cesare Mirabella begrüsst – ein Meister darin, starke Licht- und Farbeffekte zu erzeugen. Im Gemeindehaus präsentiert er Bilder mit Bäumen und Landschaften. Unter unter dem Titel «Der Blick nach Norden» hat der 69-Jährige seine vielen Reisen in den Norden verarbeitet. Besonders der Wald und das «Umgebensein von Bäumen» nimmt in Mirabellas Werk eine mystische Rolle ein. Derzeit befindet er sich auf einer Europatour.

«Seine Kunst ist einfach schön für das Gemüt. Sie gibt einem ein angenehmes Gefühl», sagte Werner Lüthi an der Vernissage. Er war Präsident der Kunstkommission, als der Künstler vor Jahren zum ersten Mal in Wohlen ausstellte. Gemeinsam mit Luca Montanari hat er nun eine weitere Ausstellung in Wohlen ermöglicht. «Wir sind geehrt, dass er gekommen ist. Er ist eine namhafte Persönlichkeit», fügte Lüthi an.

Die Ausstellung zu organisieren, sei aber alles andere als leicht gewesen, verriet die Präsidentin der Kunstkommission Hanni Corboz. «Es hat im wortwörtlichen Sinne unglaublich viel Kraft gebraucht, denn die Bilder waren extrem schwer», sagte sie und schmunzelte. Für die Ausstellung mussten sogar die Wände befestigt werden. Zudem sei bei der Organisation italienisches Temperament auf schweizerische Effizienz gestossen: «Er wollte alles etwas ruhiger angehen und sich Zeit lassen», sagte Corboz. Pünktlich zur Vernissage stand die Ausstellung jedoch. Umrahmt wurde die Feierstunde mit dem «Duo Cassata» mit Barbara Litschig an Violine und Clemens Diesbergen am Akkordeon. Sie spielten fröhliche Zigeunermusik auf höchstem Niveau.

Präsidentin tritt zurück

An der Vernissage wurden auch noch zwei Mitglieder der Kunstkommission verabschiedet. Hans Herger und die Präsidentin Hanni Corboz treten von ihrem Amt zurück. Corboz war 13 Jahre lang Präsidentin und sehr geschätzt in der Kommission. «Du hast immer vollen Einsatz gegeben», dankte ihr ein Mitglied der Kunstkommission. In ihren Amtsjahren hat Hanni Corboz über 40 Ausstellungen selber arrangiert und deren Durchführung erst möglich gemacht. Hans Furter tritt als Nachfolger in ihre Fussstapfen.