Das Schicksal des Badener Kanti-Schülers Emmanuel Gnagne und seiner Familie hat in Baden viele aufgewühlt. Der junge Gymnasiast und und seine Familie hatten bei den zuständigen Migrationsbehören in letzter Minute ein Härtefall-Gesuch eingereicht, um trotz abschlägigen Asylantrags nicht zurück in die Elfenbeinküste ausgeschafft zu werden. Der Ausschaffungstermin lag vor, die Tickets für den Rückflug waren gebucht.

Gesuch abgelehnt

Das Härtefallgesuch, das die Ausschaffung vorerst stoppte, wurde vom Migrationsamt inzwischen überprüft. Die Behörden haben sich in diesen Tagen bei der Familie gemeldet. Und ihr mitgeteilt, dass das Härtefallgesuch abgelehnt wurde, erklärt Patrizia Bertschi vom Verein «Netzwerk Asyl Aargau» gegenüber Radio Argovia. Grund dafür sei nach Angaben des Migrationsamtes, dass die Mutter und die älteste Schwester des 18-Jährigen zu wenig integriert wären.

Das Migrationsamt bot den Ivorern jedoch an, auf ein Ausschaffung vorläufig dennoch zu verzichten. Es will eine vorläufige Aufnahme in der Schweiz gewähren. Damit würden die Ivorer vorerst in der Schweiz akzeptiert und von ihrem «illegalen Status» befreit. Ihnen wäre es dann auch gestattet, hier zu arbeiten.

«Der Kampf geht weiter»

Diese vorläufige Frist gilt allerdings bloss für ein halbes Jahr. Wenn die Mutter und Schwester dannzuman nachweisen können, dass sie in der Schweiz gut integriert sind, könnte laut dem «Netzwerk Asyl» ein neues Härtefall-Gesuch Erfolg haben.