Neuenhof
Ja zu Hochhausstandort, Nein zu Bifang-Umzonung

An der Gmeind mit 200 Anwesenden wurde erwartungsgemäss über die drei noch offenen Anträge zur BNO-Gesamtrevision am meisten diskutiert - Teilerfolg für den Gemeinderat.

Martin Rupf
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Neuenhof soll für die Zukunft fit gemacht werden.

Neuenhof soll für die Zukunft fit gemacht werden.

zvg

Es war die erwartet emotionale Gmeind am Montagabend. Um die Gesamtrevision der Nutzungsplanung unter Dach und Fach zu bringen (ein Grossteil wurde vor einem Jahr gutgeheissen), mussten die 200 anwesenden Stimmbürger über drei Anträge befinden. Streng genommen waren es nur deren zwei, da der Gemeinderat bei den kleinen Grenzabständen alles beim Alten belässt. Somit drehten sich die Diskussionen noch um den Hochhausstandort beim Bahnhof, die beiden Standorte für höhere Gebäude (30 Meter hoch) und die Umzonung dreier Parzellen im Bifang von der Zone für öffentliche Bauten in eine W3-Zone. Allen voran die IG «wohnliches Neuenhof» machte Opposition gegen den Hochhausstandort. Im Plenum gingen die waren die Meinungen zweitgeiteilt. Die einen wollen Neuenhof nicht noch mehr verdichten, die anderen erhoffen sich eine Attraktivitätssteigerung. Der Widerstand war letztlich vergebens: Mit 133 Nein zu 64 wurde der Rückweisungsantrag abgelehnt; der Antrag des Gemeinderats gutgeheissen. Einen Erfolg konnte Margrit Pfister für sich verbuchen. Die von ihr bekämpfte Bifang-Umzonung wurde knapp abgelehnt. Offenbar war es einer Mehrzahl der Anwesenden nicht wohl beim Gedanken, dass die Gemeinde die letzen Landreserven für Investoren opfert.

Kredit für Sanierung der Holzbrücke genehmigt

Zu keinerlei Diskussion Anlass gaben die restlichen Traktanden. So wurden 1,3 Mio. Franken für die Sanierung der historischen Holzbrücke und der Stahlbrücke zwischen Wettingen und Neuenhof genehmigt. Die gesamte Sanierung kostet 2,6 Mio. Franken. Nach Abzug der Bundes- und Kantonsbeiträge kostet Neuenhof die Sanierung eine Viertelmillion Franken. Gutgeheissen wurde auch der Gemeindebeitrag an die Sanierung und Erweiterung des "Tägi" in Wettingen in Höhe von 186'561 Franken. Auch Rechnung und Rechenschaftsbericht fanden eine deutliche Mehrheit. Alle Beschlüsse unterliegen dem fakultativen Referendum.