Baden
James Kong übernimmt: Aus dem «Merkker» wird die «Rampe»

Wo sich das ehemalige Jugendkulturlokal «Merkker» befand, öffnet demnächst ein Café mit Bar. Das Gebäude bleibt damit öffentliches Lokal. Betrieben wird es von James Kong, der schon ein Lokal im Merker-Areal führt und Synergien nutzen will.

Roman Huber
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James Kong wird neben der «Spedition» auch die «Rampe» im Merker-Areal führen. (Archiv)

James Kong wird neben der «Spedition» auch die «Rampe» im Merker-Areal führen. (Archiv)

Corinne Rufli

Die Gerüchte, die seit einiger Zeit kursieren, werden von der Merker Liegenschaften AG nun bestätigt: Diesen Herbst wird an der Stelle des ehemaligen «Merkkers» die «Rampe» eröffnet. Bei der Merker Liegenschaften AG wie beim künftigen Betreiber James Kong ist die Vorfreude gross. Die Merkers mussten nicht lange suchen. Sie konnten Kong, der bereits die «Spedition» auf dem Merker-Areal führt, unter Vertrag nehmen.

Zur Person James Kong (47)

Der in Turgi wohnhafte James Kong – er wird heute 47 Jahre alt – ist in der Badener Gastronomie seit langem bekannt. In den 90er-Jahren war er der letzte Wirt in der «Alten Brücke» bei der Holzbrücke. Dann wechselte er in die «Seerose», im Jahr 2000 ins «Pavillon». Weil es im Bäderquartier kriselte, übernahm er noch das «Bouillon» und das «Killer» in Turgi. Seit 2013 wirtet er erfolgreich in der zuvor in Konkurs gegangenen «Spedition» im Merker-Areal; sein Team führt das «Bouillon», während das «Killer» kürzlich umgenutzt wurde. (-rr-)

«Der Verwaltungsrat hat entschieden, die Räume des ‹Merkker› neu als Café mit Bar zu eröffnen. Der hintere Bereich soll als kleiner Saal für Gesellschaften genutzt werden können. «An dieser prominenten Lage des Merker-Areals soll wieder etwas für die Öffentlichkeit der Stadt Baden entstehen», erklärt Verwaltungsratspräsidentin Sibylle Hausammann-Merker. Auch für die Mieter im Merker-Areal werde die «Rampe» eine Bereicherung sein.

Kein Kulturlokal geplant

Dass anstelle des «Merkkers» wieder ein öffentliches Lokal eröffnet werden soll, erstaunt in Kreisen des Jugendkulturlokals. Dieses musste bekanntlich nach fast 19 Jahren im Merker-Areal die Türen schliessen. Grund waren nicht zuletzt der mit einem Jugendlokal verbundene Lärm sowie die Unordnung auf dem Vorplatz etwa an Wochenenden.

In den vergangenen Jahren bekam das «Merkker»-Team die Situation zwar in den Griff. Dennoch stand von vorneherein fest, dass das «Merkker» eine befristete Lösung ist. Der Mietvertrag zwischen der Merker Liegenschaften AG und der Stadt Baden wurde ein letztes Mal auf Ende März 2015 verlängert. Vor zehn Tagen fand mit dem Flohmi für das restliche Inventar der allerletzte offizielle «Merkker»-Anlass statt.

«Das neue Lokal ist weder für Konzerte noch für andere Anlässe geplant. Dafür haben wir auf unserem Areal mit der Stanzerei einen eigenen Veranstaltungsort», entgegnet Sibylle Hausammann.

In der «Rampe» würde auch eine andere Klientel verkehren als zuvor im «Merkker», ergänzt die VR-Präsidentin. Was die Eigentümerin mit dem ehemaligen «Merkker» zu tun gedenke, sei nicht Sache der Stadt, erklärt Mario Geraets, Leiter Abteilung Kinder Jugend Familie der Stadt Baden. «Wir blicken nach vorne und freuen uns darauf, Anfang September in der Alten Schmiede das ‹Werkk› als schönes Jugendkulturlokal eröffnen zu dürfen.»

Am Morgen wird die «Rampe» als Café offen sein. Über Mittag sind kleine Mahlzeiten geplant für jene, die nicht nebenan am weissen Tischtuch in der «Spedition» essen gehen wollen.

Im hinteren Bereich wird ein kleiner Saal für Gesellschaften eingerichtet. «Rampe» und «Spedition» werden die vorhandenen Synergien nutzen. Am Abend soll die Bar zum gemütlichen Treffpunkt im Quartier werden – ein weiterer innerhalb der Distanz eines Steinwurfs neben der «Almodo»-Bar, dem «Kunstgüetli» und der «Casanova»-Bar.