Konzertreihe
«Jazz geht Baden»: Weltmusik mit Pop-Appeal

Die 7. Runde von «Jazz geht Baden» wartet mit einem ungewöhnlichen Programm auf. Den Auftakt macht ein Ensemble mit einer eigenwilligen Mischung aus Jazz und Klassik.

Ursula Burgherr
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Ein Mann – eine Million Ideen: Balts Nill spielt am «Jazz geht Baden» ein Konzert mit Papier und Objekten – ohne Instrumente.

Ein Mann – eine Million Ideen: Balts Nill spielt am «Jazz geht Baden» ein Konzert mit Papier und Objekten – ohne Instrumente.

ZVG

«Jazz geht Baden» ist eine Musikreihe, die statt Kommerz spannende Nischenmusik bietet. Auf der Bühne der Stanzerei treten Koryphäen des zeitgenössischen Jazz auf. Bereits zum 7. Mal veranstalten «Bademeister» Marcel Lüscher und Claude Meier die Konzertreihe Jazz geht Baden. Die Berufsmusiker lebten jahrelang im Limmatstädtchen und fühlen sich hier auch nach ihrem Wegzug immer noch verwurzelt. Das Warm-up-Konzert am 12. März (ab 18 Uhr), im Club Joy, bestreiten sie gleich selber.

Programm und Ticketverlosung

Do, 12. 3., ab 18 Uhr: «The Brooks Brothers» im Joy; Fr, 13. 3., ab 20 Uhr in der Stanzerei: Luzia von Wyl Ensemble, Christina Weber (solo), Michel Portal und Daniel Humair. Sa, 14. 3., 11 Uhr in der Stanzerei: Kinderkonzert mit Tim & Puma Mimi. Ab 20 Uhr: Veronika’s Ndiigo, Balts Nill (solo), The Nels Cline Singers.

Die Aargauer Zeitung verlost für die Konzertabende vom 13. 3. und 14. 3. in der Stanzerei je 5x 2 Tickets. Die ersten Einsender, die eine Mail mit dem Betreff «zeitgenössischer Jazz» an
info@jazzgehtbaden.ch schicken, sind mit dabei!

Speziell für «Jazz geht Baden» haben sie ihre Band «The Brooks Brothers» zusammengestellt. Lüscher gilt als bunter Hund, der mit seinen verschiedenen Klarinetten und Saxofonen eine ganz persönliche Ausdrucksweise gefunden hat. Bassist Meier wird wegen seines vorwärtstreibenden Saitenspiels voller Spannung gelobt. Als Konzertorganisatoren sorgen sie am 13. und 14. März in der Stanzerei für ein aussergewöhnliches Line-up.

Kontrabass und Kinderkonzert

Den Auftakt macht am Freitag um 20 Uhr das «Luzia von Wyl Ensemble», das mit einer eigenwilligen Mischung aus Jazz und Klassik und dem Debütalbum «Frost» für internationale Aufmerksamkeit sorgte. Frontfrau von Wyl gibt übrigens am Nachmittag des 13. März (13.30 bis 15 Uhr) zusammen mit Bassist André Pousaz den Workshop «Zwischen Noten und Improvisation – zwischen Klassik und Jazz» an der Kanti Baden. Eingeladen sind alle, die sich für Musik interessieren.

Als «Bär am Bass mit einem fetten Sound» bezeichnet Organisator Marcel Lüscher Christian Weber, der in seinem Solokonzert in der Stanzerei zeigt, was man auf einem Kontrabass alles anstellen kann.

Die Krönung am Freitag ist der Auftritt der beiden Grandseigneurs des zeitgenössischen Jazz – Michel Portal, 79 (cl, sax) und Daniel Humair, 74 (dr). Portal begleitete schon Edith Piaf und Humair spielte Alben mit Chet Baker, George Gruntz, Phil Woods und vielen anderen Jazz-Grössen ein.

Der Samstagmorgen beginnt in der Stanzerei mit einem Kinderkonzert. Das Duo «Tim & Puma Mimi», bestehend aus einem Schweizer und einer Japanerin, zeigt, wie man Früchte und Gemüse zum Singen bringt, zum Beispiel mit einer «elektrifizierten Gurke».

Den Stil von Sängerin Veronika Stalder und ihrer Formation «Veronika’s Ndiigo», die am Konzertabend vom
14. März an den Start gehen, umschreibt Lüscher als «Weltmusik mit Popappeal». Danach gibt es ein Solokonzert mit Multiinstrumentalist Balts Nill, der 16 Jahre lang den Sound bei «Stiller Has» prägte. Extra für «Jazz geht Baden» hat er ein Konzert mit Papier und Objekten (ohne Instrumente) vorbereitet.

Für ein denkwürdiges Finale sorgt die amerikanische Band «The Nels Cline Singers». Gitarrist Nels Cline gehört in den USA zu den zurzeit angesagtesten Gitarristen und ist als Mitglied der Rockband «Wilco» ein richtiger Superstar.