Spreitenbach
Jazz-Klassiker mit Alphorn, Gartenschlauch, klingender Säge und Kirchenorgel

Das erste Musikweekend von Kulturkommission und Gemeinderat stand ganz im Zeichen des Jazz. Zwölf vorwiegend aus der Schweiz stammende Formationen griffen in Spreitenbach zu sehr ungewöhnlichen Instrumenten.

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Musikweekend Spreitenbach Schlagzeuger Phil Franklin von den Blue Birds of Paradise begeistert mit virtuosem Solo.
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Musikweekend Spreitenbach Bassist Hansjörg Schaltenbrand von den «Blue Birds of Paradise» begleitet markant und temposicher.
Musikweekend Spreitenbach Erwin Bucher von der Bourbon Street Jazzband bläst die Okarina.
Musikweekend Spreitenbach Toni Büchler (Sousafon) und Tino Fotsch (Waschbrett) von der Bourbon Street Jazzband begleiten zusammen harmonisch und geben exakt das Metrum.
Musikweekend Spreitenbach
Musikweekend Spreitenbach Trompeter Dieter Holtkamp von der Bucktown Jazzband interpretiert den «Bucktown Shuffle».
Musikweekend Spreitenbach Jackie Rubi spielt auf der Kirchenorgel den „Basin Street Blues“. Im Hintergrund Schlagzeuger Kurt Treier.

Musikweekend Spreitenbach Schlagzeuger Phil Franklin von den Blue Birds of Paradise begeistert mit virtuosem Solo.

Während am Samstag vier Old-Time-Jazz- und drei Modern-Jazz-Formationen auftraten, stand der Sonntag ausschliesslich im Zeichen des klassischen Jazz. Zu hören waren unter anderem die «Blue Birds of Paradise».

Die Band mit sechs hochvirtuosen Solisten hat sich dem alten Jazz verschrieben. Im schnellen Titel «Fidgety Feet» zeigte jeder zu Beginn sein enormes Können und erntete tosenden Applaus. Besonders zu begeistern vermochte die legendäre Fats Waller Komposition «Wildcat Blues», interpretiert auf der Klarinette von Jerry Gabriel. Banjo-Spieler Hermann Bruderhofer überzeuge auch mit seinem Gesang.

Jazz auf der Kirchenorgel

Im Festzelt war auch die „Bourbon Street Jazz Band" zu hören. Nicht nur die klassischen Jazzinstrumente kamen hier zum Einsatz. Auch Instrumente wie Alphorn, Blockflöte, Nasenflöte, Violine, Okarina und klingende Säge wurden zelebriert und begeistern das Publikum.

Peter Knaus alias Kniri blies den Gartenschlauch wie einst vor Millionenpublikum am Eurovision Song Contest. Es gelang, mit Gags und Klamauk den Unterhaltungswert der hervorragend interpretierten Musik noch zusätzlich zu steigern.

An der Pfeifenorgel in der katholischen Kirche gab sich die Organistin Jackie Rubi die Ehre. Zusammen mit Schlagzeuger Kurt Treier interpretierte sie Jazzklassiker und Eigenkompositionen im Swing-Stil; dies im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes. Die Arrangements schreibt Rubi selbst. Gekonnt und eigenwillig interpretierte sie zum Beispiel den bekannten Titel «Watermelon Man» und erntete anhaltenden Applaus.

Hochkarätige Instrumentalkunst zeichnete diesen Jazz-Sontag aus. Etwas zu kurz kam die - eigentlich ebenfalls zum Jazz gehörende - Gesangskunst. (pt)

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