Baden

Jean-Pierre Leutwyler wurde als Ersatzrichter in Baden gewählt

Jean-Pierre Leutwyler

Jean-Pierre Leutwyler

Mit einem solch deutlichen Resultat hätten wohl die wenigsten gerechnet. Mit 15 091 Stimmen wählten die Stimmbürger des Bezirks Baden Jean-Pierre Leutwyler (GLP, Baden) als Ersatzrichter des Bezirksgerichts Baden für den Rest der Amtsperiode 2009/2013.

Seine Herausforderin Rada Gajic (Grüne, Wettingen) kam lediglich auf 5980 Stimmen. In keiner einzigen Gemeinde - nicht einmal in ihrem Wohnort Wettingen - konnte Gajic ihrem Kontrahenten das Wasser reichen.

Dass es überhaupt zu einer Kampfwahl kam, war nicht selbstverständlich, war es doch bis anhin üblich, Vakanzen zwischen den Wahlen jeweils in stiller Wahl neu zu besetzen. Doch die Grünliberalen wollten davon nichts wissen. Nach der offiziellen Nomination von Rada Gajic durch die Grünen brachte sich GLP- Bezirksparteipräsident gleich selber in Position. Denn nach Meinung der GLP waren die Grünen aufgrund der Wahlergebnisse aus dem Jahre 2008 mit drei Richtersitzen überdotiert.

Alle Parteien standen hinter Gajic

Die Kampfansage blieb nicht unbeantwortet; die Grünen äusserten offen ihre Kritik an diesem Vorgehen. Auch die anderen Parteien SP, FDP, CVP, SVP und BDP unterstützten in der Folge Rada Gajic.
Diese zeigt sich von der deutlichen Niederlage enttäuscht, nicht aber überrascht. «Als Frau mit Migrationshintergrund hatte ich einen schweren Stand.» Umso dankbarer sei sie für alle erhaltenen Stimmen. Sie frage sich aber schon, was die GLP jetzt davon habe, dass sie die politischen Gepflogenheiten nicht respektiert habe.

Leutwyler stellt klar: «Mit meiner Kandidatur wollten wir erreichen, dass die Stimmbürger auch wirklich die Wahl zwischen zwei Kandidaten haben.» Er glaube nicht, dass das Vorgehen der GLP politisches Geschirr zerschlagen habe.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1