Bald flattert wieder die Steuererklärung ins Haus. Für viele eine Herausforderung. Um vor allem jungen Steuerpflichtigen beim Ausfüllen der Steuererklärung zu helfen, wurde die Website www.steuern-easy.ch lanciert. Jugendliche können anhand von Beispielen lernen, welche Dokumente sie brauchen und wie sie die Steuererklärung ausfüllen sollen. Häufige Fragen werden beantwortet und in einem Quiz kann das Wissen rund um das Steuerwesen erweitert werden.

Doch nicht nur junge Steuerpflichtige haben Probleme mit dem Ausfüllen der Steuererklärung. «Bei rund einem Viertel der eingereichten Steuererklärungen müssen wir Korrekturen vornehmen», sagt Eggmann. Von den 12000 Steuererpflichtigen in Baden reicht ein Grossteil die Steuererklärung nach der Einreichfrist ein. Viele hätten jedoch ein Fristerstreckungsgesuch gestellt. «Etwa 15 Prozent machen das nicht und werden gemahnt. Wird die Steuererklärung noch immer nicht eingereicht, verschicken wir eine zweite Mahnung.» Dies betrifft zirka 7 Prozent der Fälle. Nur ein sehr kleiner Prozentsatz fülle die Steuererklärung trotzdem nicht aus. Bei diesem werden die Steuerfaktoren nach Erfahrungszahlen festgelegt. Ausserdem müssen die Verweigerer eine Busse zahlen.

Beamter prüft 1500 Fälle pro Jahr

Die Personen, die ihre Steuererklärung zu spät, nicht korrekt oder gar nicht einreichen, gibt es in allen Alterskategorien und Berufsgattungen. Grundsätzlich seien die Steuererklärungen, die mit dem Computerprogramm Easytax ausgefüllt werden, qualitativ gut. Easytax biete eine Hilfehotline an, an die sich viele wenden würden. Auch bei der Abteilung Steuern der Stadt Baden können die Steuerpflichtigen sich bei Fragen melden, sagt Eggmann. «Wir bekommen jedoch nicht sehr viele Anrufe.»

Nicht nur diejenigen, die die Steuererklärungen ausfüllen, investieren viel Zeit. «Wir kontrollieren jede einzelne Steuererklärung», sagt Eggmann. «Für eine einfache brauchen wir fünf bis zehn Minuten. Für eine aufwendigere ein Mehrfaches.» Ein Veranlagungsbeamter mit einem 100-Prozent-Pensum hat über 1500 Fälle pro Jahr zu prüfen. Bis Ende Jahr seien etwa 85 Prozent der Steuererklärungen geprüft. In der Regel können die Veranlagungen innerhalb von neun Monaten nach Einreichung der Steuerformulare eröffnet werden.