Einwohnerrat

Jeder Schuss der Schützen ein Treffer

ie elektronischen Scheiben der Schiessanlage Ebne müssen saniert werden – das kostet. walter schwager Auf der Schiessanlage Ebne wird auch künftig geschossen. (Walter Schwager)

Schiessanlage Ebne

ie elektronischen Scheiben der Schiessanlage Ebne müssen saniert werden – das kostet. walter schwager Auf der Schiessanlage Ebne wird auch künftig geschossen. (Walter Schwager)

Der Obersiggenthaler Einwohnerrat bewilligte den Kredit für die Trefferanzeigen der Schiessanlage Ebne. Ein Grund dafür war auch das Nein zur Waffeninitiative.

Die Traktanden der Einwohnerratssitzung gaben wenig Anlass für grosse Diskussionen. So wurden alle Geschäfte erwartungsgemäss behandelt. Mit der Inpflichtnahme von Christian Bossard (FDP) begann die Sitzung. Sein Vorgänger Michael Brandmeier ist zurückgetreten, da er aus der Gemeinde weggezogen ist.

Auf der Traktandenliste stand der Kredit von 260117 Franken für die Sanierung der elektronischen Trefferanzeige der Schiessanlage Ebne. Sympathie für die Schützenvereine der Gemeinde bekundeten alle Parteien. Vizeammann Hansruedi Hess ergänzte den Antrag für den Kredit mit dem Zusatz, dass mit der Sanierung erst begonnen werde, wenn die Schiessvereine ihre Beteilung an den Kosten (50000 Franken) verbindlich zugesichert haben.

Trefferanzeige und Traditionen

Eugen Frunz (SVP) sagte, dass sich die Schweiz mit der Ablehnung der Waffeninitiative zu den Schweizer Traditionen bekannt habe und man dem auch nachleben sollte. Die CVP dankte den Vereinen für ihre Arbeit. Denise Hunziker sprach sich im Namen der SP/Grüne auch für den Kredit aus, betonte aber, dass die gleiche Unterstützung auch für andere Vereine oder einen Spielplatz erwartet werde. Martin Dieter (FDP) erwähnte die erfolgreiche Nachwuchsabteilung der Schützenvereine. Der Kredit wurde genehmigt.

Traktandiert war auch die 2. Lesung der Teilrevision des Personalreglements. Das gab eine kleine Diskussion über eine Formulierung. «Im Einvernehmen mit dem Gemeinderat» kann man künftig «teilweise in Pension gehen». Hans-Ulrich Schütz (SP) machte darauf aufmerksam, dass es das «Einvernehmen» nur bei einer teilweisen Pensionierung brauche. Denn für eine frühzeitige Pensionierung brauche man kein Einverständnis des Gemeinderates. Einstimmig wurde der Antrag für die Neuformulierung angenommen. Und einstimmig wurde die Teilrevision des Personalreglements abgesegnet.

Auf die Motion von Ueli Zulauf (SP) betreffend Zusammenlegung der Kommunalwahlen schrieb der Gemeinderat einen Bericht. «Er ist ganz in meinem Sinne», sagte Zulauf und zeigte sich zufrieden. Der Bericht wird einstimmig gutgeheissen und die Motion ebenfalls einstimmig von der Kontrolle abgeschrieben.

Ungenügende Energiepolitik

Der Gemeinderat reagierte auf die Motion der Fraktion SP/Grüne betreffend Massnahmenplan zur Energiepolitik mit einem energiepolitischen Programm. Christian Keller von den Grünen kritisierte, dass bei den Zielen nicht klar sei, wann sie erreicht werden sollen. «Das Programm genügt uns nicht, es ist kein Ersatz für das Energiestadt-Label.» Es brauche ein Leitbild und einen jährlichen Report. Peter Frey (EVP) möchte eine übersichtlichere Tabelle, in der Ziele und Massnahmen getrennt werden. Der Bericht des Gemeinderates wird gutgeheissen, die Motion wird als erledigt abgeschrieben.

Der Einwohnerrat stimmte für die Überweisung des Postulats von Silvia Dingwall (SP) betreffend Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung. Dingwall betonte, dass Nachhaltigkeit nicht nur wirtschaftliche und ökologische, sondern auch soziale Faktoren habe.

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