Wettingen
Jetzt können die Besucher im Rathaus auf einem Marmorboden anstehen

Dank des neuen Empfangs im Rathaus sollen Kunden schneller und in einer freundlicheren Umgebung bedient werden. Kostenpunkt: knapp 1,4 Millionen Franken.

Stefanie Suter
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Rathaus Umbau Wettingen
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So hat das Erdgeschoss im Wettinger Rathaus vor dem Umbau ausgesehen.

Rathaus Umbau Wettingen

Emanuel Freudiger

Seit dem Frühjahr hat sich einiges verändert im Erdgeschoss des Wettinger Rathauses: Die Wände sind neu mit Nussbaumholz verkleidet, die Wand rechts des Lifts ist verschwunden und hat einem offenen, lichtdurchfluteten Raum Platz gemacht. «Früher sah der Empfang aus wie ein Kabäuschen am Skilift», sagt Gemeindeammann Markus Dieth, «heute haben wir ein offenes Gemeindebüro, wo sich früher die Büros der Regionalpolizei befanden». Für die Wettinger Einwohner soll sich mit dem neu gestalteten Empfang aber nicht nur optisch einiges verbessern.

Bisher arbeitete eine Person am Schalter, die gleichzeitig auch das Telefon bedienen musste. Hatte ein Kunde eine länger dauernde Anfrage und klingelte das Telefon gleichzeitig, kam es schnell zu Warteschlangen. Mit dem grösser gestalteten Gemeindebüro möchte man diese Situation verbessern:

Neu können je nach Andrang zwei Personen am Empfang die wichtigsten Fragen beantworten oder beispielsweise die SBB-Tageskarten ausstellen. Und dies, ohne vom Klingeln des Telefons gestört zu werden, denn die Telefonzentrale befindet sich in einem separaten Raum hinter dem Empfang. «Für kürzere Informationen muss man also nicht mehr lange anstehen«, sagt Walter Allemann, Leiter Einwohnerdienste. Grössere Anfragen wie beispielsweise die Anmeldung von Neuzuzügern oder Anträge für Identitätskarten erledigt die Einwohnerkontrolle im hinteren Bereich in einem separaten Raum.

Während des neunmonatigen Umbaus mussten die Besucher und Mitarbeiter nicht nur den Baulärm in Kauf nehmen: «Man hat sich manchmal regelrecht den Weg durch die Baustelle bahnen müssen», erklärt Allemann. So konnten Besucher und Mitarbeiter zeitweise den Lift nicht benutzen oder die oberen Stockwerke nur via Keller erreichen. Ursprünglich wollte man bereits im Sommer mit den Arbeiten fertig sein. Architekt Othmar Gassner erklärt den Grund für die Verzögerung: «Für den Boden verwendeten wir kristallinen Marmor, der im Maggiatal abgebaut wird. Da im Juni dort aber immer noch Schnee lag, war der Steinbruch später als geplant zugänglich.»